Nominiert für die Freiburger Leiter 2016 Les Clandestines

Die Nominierten für die Freiburger Leiter 2016: Straßentheater

Die Nominierungen für die Freiburger Leiter 2016 stehen fest. Zwölf Nominierte aus den Kategorien Darstellende Kunst, Straßentheater und Musik dürfen sich Hoffnung auf den Preis der Internationalen Kulturbörse Freiburg machen. Heute und an den nächsten beiden Sonntagen stellen wir in unserem Blog jeweils die vier Nominierten der drei Kategorien vor. Den Anfang macht die Kategorie Straßentheater.

Les Clandestines: “Via! Concert en mouvement”

Les Clandestines sind neun Sängerinnen aus Straßburg. „Via! Concert en mouvement” ist eine zweiteilige Outdoor-Show, ein Konzert in Bewegung, dessen erster Teil aus einem ein- bis zweihundert Meter langen Spaziergang besteht, dem eine Darbietung am Platz folgt. Les Clandestines präsentieren italienische Lieder in verschiedenen Dialekten und aus unterschiedlichen Regionen Italiens. Darunter Liebeslieder, Arbeiterlieder und Lieder, die von Exil und Wiederstand handeln. Sie beschwören die Erinnerung an all diejenigen herauf, die mit diesen Liedern einst ihre Sehnsucht nach Freiheit und einem besseren Leben zum Ausdruck brachten. Musikalisch unterstützt werden Les Clandestines von zwei Künstlern an der Elektrogitarre und am Kontrabass. Die Macht ihres Gesangs, ihre Körpersprache und musikalische Ausdruckskraft erinnern jeden im Publikum an die Notwendigkeit, das eigene Leben in vollen Zügen auszukosten!

Las Polis: „The Cops“ sorgen auf der IKF 2016 für Recht und Ordnung

Nominiert für die Freiburger Leiter 2016: Las Polis(c)Adrián GV

Die beiden Damen von Las Polis haben alles unter Kontrolle                                           (Foto: Adrián GV)

 

Susana und Vanesa sind immer in Alarmbereitschaft und stellen so sicher, dass das Gesetz zu seinem Recht kommt. Ihre Mission: Menschen zu beschützen und die Ordnung aufrecht zu erhalten. Ihr Motto: „Alles unter Kontrolle!“ Die Frage ist nur: Wer kontrolliert die Beiden? „The Cops“ ist eine Straßen-Clownerie-Show der französisch-spanischen Gruppe Las Polis, in der überraschend zwei Polizistinnen auftauchen. Während Susana und Vanesa damit beschäftigt sind, Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten, stellen sie all ihre Macht zur Schau, um jedem zu zeigen, dass sie wirklich alles unter Kontrolle haben oder zumindest fast alles. Oder vielleicht doch nicht? Und so wird der Zuschauer, trotz polizeilicher Überwachung, unversehens zum Opfer eines Angriffs auf die eigenen Lachmuskeln.

Oddlings wollen die Freiburger Leiter mit „Mannekino“ gewinnen

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Unter den Nominierten für die Freiburger Leiter 2016: Oddlings und ihr „Mannekino“

Die Künstler Angela Dirven und John Kessels trafen sich 2001 in der niederländischen Akrobatik-Szene. Eine Begegnung mit Folgen, denn „Oddlings“ haben seitdem drei erfolgreiche Theater-Akrobatik-Stücke produziert: „Alienzz“, „Double X“ und „Mannekino“. Alle ihre Inszenierungen haben gemeinsam, dass sie eine Geschichte erzählen. In „Mannekino“ die Geschichte von dem Dekorateur Marvin und seiner widerspenstigen Schaufensterpuppe Moon. Seine neue Puppe bereitet Marvin im Schaufenster seines Retro-Klamottenladens eine Menge Ärger, denn für ein Dekorationsrequisit entfaltet Moon ein ziemlich erstaunliches Eigenleben. Oddlings gelingt es einfach wunderbar, die Vielfalt ihrer akrobatischen Kunststücke mit einer verblüffend-komischen Geschichte zu verweben und ihr Publikum damit zu begeistern.

Teatro Pachuco: “Coup de foudre” begeistert mit viel Gefühl

Nominiert für die Freiburger Leiter 2016: Teatro pachuco

Teatro pachuco zeigen, was passiert, wenn man ganz unerwartet der Liebe begegnet

Das Stück „Coup de foudre“ der italienischen Gruppe Teatro Pachuco erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern. Es ist jedoch auch eine Liebesgeschichte, die von alten Koffern, falschen Schnurrbärten und einem Gummihuhn handelt, von Missverständnissen, Zärtlichkeit, Einsamkeit und der Sehnsucht nach Komplizenschaft. In „Coup de foudre“ entführen ein Mann und eine als Mann verkleidete Frau das Publikum in eine Stummfilmwelt an der Schwelle von Traum und Wirklichkeit. Dabei bedienen sich die Künstler nur ihrer Körpersprache und Gestik und erschaffen einen wortlosen Dialog, in dem die Grenzen zwischen Tanz und Theater fließend sind. In der Begegnung eines Clowns mit einer Ballerina ist bei Teatro Pachuco nichts so, wie es zu sein scheint. Das Stück schildert die Geschichte von zwei Eigenbrötlern, die Liebe und Anerkennung finden, als sie einen Koffer voller Träume öffnen. „Coup de foudre“ ist voller Magie ohne Tricks und Poesie ohne Worte und zeigt was passiert, wenn man ganz unerwartet der Liebe begegnet.

Die Freiburger Leiter wird im Rahmen der Internationalen Kulturbörse verliehen, die vom 25. bis 28. Januar 2016 stattfindet.

www.kulturboerse-freiburg.de