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Die Nominierten der Freiburger Leiter 2016: Darstellende Kunst

Die Nominierungen für die Freiburger Leiter 2016 stehen fest. Erstmals wählen die Zuschauer unter den zwölf Nominierten aus den Kategorien Darstellende Kunst, Straßentheater und Musik die Gewinner der Freiburger Leiter aus. Am vergangenen Sonntag haben wir uns der Sparte Straßentheater gewidmet, heute sind die vier Nominierten der Kategorie Darstellenden Kunst an der Reihe.

Carl-Einar Häckner: „Scherben“

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Comedy-Zauberer Carl-Einar Häckner versprüht chaotischen Charme!

Erst kürzlich hat der schwedische Mega-Star und Comedy-Zauberer Carl-Einar Häckner mit seinen Künsten in Stefan Raabs „TV total“ brilliert. Er summte seine eigene Auftrittsmusik, scheute mehrfach vor einer brennenden Fackel zurück, um sie dann doch in seinem Mund zu versenken und dem jubelnden Publikum anschließend eine angekokelte Zungen-Attrappe zu präsentieren. Vor zehn Jahren verzauberte er das Publikum auf der Kulturbörse in Freiburg zum ersten Mal. Nun kehrt er mit seiner neuen Show „Scherben“ als Nominierter für die Freiburger Leiter 2016 zurück, in der er versucht, die Höhen und Tiefen des Lebens auszuloten. Was soll dabei schon schiefgehen? Wahrscheinlich alles und genau das liebt sein Publikum. Ihm zur Seite steht der Entfesselungskünstler-Hund Houndini, wobei Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Zauberkünstlern wohl durchaus beabsichtigt sein dürften. Auch in seinem aktuellen Programm greift Häckner wieder tief in seine Trickkiste „tatty“, versprüht jede Menge chaotischen Charme und zeigt Comic-Clownerie und Offbeat-Zauberei vom Feinsten.

Jaqueline Feldmann „Zum Glück verrückt“: das Nesthäkchen bei der Freiburger Leiter

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Nachwuchskünstlerin Jacqueline Feldmann tourt mit generationsübergreifendem Solo-Programm.

Die 20-jährige Jacqueline Feldmann ist Deutschlands jüngste Comedian, die mit einem abendfüllenden Solo-Programm tourt. Die Nachwuchskünstlerin aus dem Sauerland steht seit 2011 auf der Bühne und hat schon über 200 Liveauftritte absolviert. Sie tritt regelmäßig in bekannten Mix-Shows wie NightWash oder dem Quatsch Comedy Club auf und hatte bereits zahlreiche TV-Aufzeichnungen, unter anderem bei Nuhr ab 18, Comedy Tower, Cindy aus Marzahn und RTL Comedy Grand Prix. In ihrem ersten Soloprogramm „Zum Glück verrückt“, mit dem sie seit Frühjahr 2015 tourt, erzählt Jaqueline Feldmann skurrile Anekdoten aus ihrem Alltag und gewährt dem Publikum einen höchst amüsanten Einblick in das Leben einer jungen Frau. Es geht um Missgeschicke, ihre beste Freundin Franzi, die genau wie sie „mit beiden Beinen voll auf dem Schlauch steht“, um Zumba-Kurse, die etwas von einer Tier-Doku auf arte haben und „betreute Fahrten“ mit Mama. Ihr Humor ist generationenübergreifend und alle Geschichten sind dem Alltag sehr genau abgeschaut. Am Ende ihres Programms sind Jung und Alt im Publikum gleichermaßen: „Zum Glück verrückt“.

Rupert Schieche: „Nacktwandern – unterwegs auf blanken Versen“

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Rupert Schieche zieht das Publikum mit seinen gereimten Geschichten und witzigen Liedern sofort auf seine Seite.

Rupert Schieche ist Dichter, Komiker und Schauspieler. Das literarische Kabarettprogramm „Nacktwandern – unterwegs auf blanken Versen“ ist sein zweites abendfüllendes Programm, mit dem er für die “Krefelder Krähe” nominiert wurde und Finalist beim “Hamburger Comedy Pokal” war. Sein Alter Ego Gisbert Fleumes ist eine kompetente männliche Kölner Servicefachkraft, die sich inzwischen im 15. Ausbildungsjahr befindet. Ein Dienstleister mit Münchner Immigrationshintergrund und bekennender „Odist“. Mit Charme, Eloquenz und seinen zusammengereimten Geschichten bricht er regelmäßig die Zwerchfelle der stolzesten Frauen, aber auch die der Männer. Meist folgt dem ersten Gedicht ein zweites und dem Publikum wird nichts erspart und auch nichts verheimlicht. Es erfährt alles über Bärte, Bäckereien und Bedürfnisse, darüber was das Schöne an Todesanzeigen ist und warum es mit der Rolle als Romeo nicht geklappt hat. In Schieches frech-lyrischem Unterhaltungsprogramm gibt es zum Gereimten auch lustige Lieder und dann natürlich noch die Sache mit dem Nacktwandern …!

Duo MeierMoser & der Huber: „Galgenbruders Erben“

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Das Duo MeierMoser & der Huber ziehen alle Register und begeistern mit multiinstrumentalischen Auftritten.

Die kleinste Big Band der Welt, das Duo MeierMoser, spielt seit 1997 zusammen und beherrscht eine beeindruckende Anzahl an Instrumenten. Christoph Gantert („Meier“) und Martin Schumacher („Moser“)  haben sich um den vielseitigen Lukas Roth („Huber“) verstärkt, um 100 Jahre nach Christian Morgensterns Tod einen ausgedehnten Tauchgang in die groteske Welt der Galgenlieder zu unternehmen. Ausgangspunkt für den theatralen Liederabend sind Neuvertonungen ausgewählter Galgenlieder von Martin Schumacher. Inspiriert durch die unglaublich komischen und tiefsinnigen Morgenstern’schen Gedichte ziehen die drei Künstler alle Register. Dabei passieren die Multiinstrumentalisten auf den Spuren der Galgenbrüder jedes stilistische Nadelöhr und zeigen, wie vielfältig Ihre Auswahl ist. Neben dem Gesang kommen Trompete, Tuba, Concertina, Schlagzeug, Klarinetten, Maultrommeln, ein Baritonsaxophon, eine Ukulele, ein Toy Piano und eine Singende Säge zum Einsatz!

Die Freiburger Leiter wird im Rahmen der Internationalen Kulturbörse verliehen, die vom 25. bis 28. Januar 2016 stattfindet.

www.kulturboerse-freiburg.de