Harry Keaton: Mit Illusionen Grenzen überwinden

Bildquelle: Bahman Boerger Mit Kunst Grenzen überwinden
Im nächsten Jahr inszeniert der Illusionist Harry Keaton anlässlich der Luminale in Frankfurt / Main das Projekt „Lichter Schein“. Die mehrtägige Inszenierung setzt einen neuen Schwerpunkt auf dem bedeutenden Festival der Lichtkultur.

Seit nunmehr 10 Jahren werden die Hochhäuser der Mainmetropole in farbiges Licht getaucht. Bei dem Event 2012 rückt Harry Keaton erstmals das Licht ins Zentrum der Magie. Mehr noch: Erst durch das Licht scheint die Magie möglich zu werden. So wird das Licht zu dem, was früher Zepter oder Zauberstab waren: Ein machtvolles, magisches Instrument. Visuelle Illusionen auf der Leinwand wechseln sich dabei ab mit Live-Auftritten zum Thema Licht. Die Inszenierung findet im Gallileo-Art-Tower statt - dank der Lichtinstallation von James Turrell einer der großen Klassiker des Festivals.

Die Kunst der Illusion an ungewöhnlichen Orten und in neuen Zusammenhängen findet der Künstler sehr reizvoll. „Grenzen überwinden“, sagt Keaton, „ist doch das eigentliche Wesen unserer wunderbaren Kunst“. Die „einengenden Naturgesetze, die unerbittlichen kausalen Zusammenhänge von Ursache und Wirkung“ auf den Kopf zu stellen, empfindet er als lustvolle Herausforderung:

„Ich mag zum Beispiel den Kontrast zwischen knallharten Business-Events einerseits und das Verspielte, Träumerische der Illusion andererseits. Dank Magie ist plötzlich mitten im Alltag alles möglich. Keine Chansonette, kein Comedian, kein Schauspieler kann das bewirken, was ein Zauberer bewerkstelligt: dieses ungläubige Staunen beim Zuschauer, der Kontrollverlust, die völlige Kapitulation der Logik.“

Wenn dann gestandenen Geschäftsleute die Kinnlade nach unten fällt, wenn sie sich freuen und lachen wie Kinder, hat der Zauber der Magie gewirkt. Applaus, findet Keaton, sei zwar sehr befriedigend, aber für einen Magier gebe es noch eine schönere Anerkennung: Ein kurzer gutturaler Laut, irgendwo zwischen „Oh“ und „Öh“ angesiedelt. Dieser Laut sei das beste Zeugnis für ungläubiges Staunen.

Ausgehend von der Figur des Oskar Matzerath im Roman „Der Blechtrommel“ entwickelte Harry Keaton die Figur des Glasbrechers. Seither sprengt er mit seinem Gesang im In- und Ausland Gläser, Vasen und
Fensterscheiben.

Kunst sprengt Grenzen. Das lässt sich durchaus wörtlich nehmen. Denn nach Keatons Auftritt als Glasbrecher liegen funkelnde Glasstücke und –scherben zerbrochen auf der Bühne. Diese ungeheure Wucht, mit der die Gläser zerbrechen und die hohen Töne Keatons, bleiben den Zuschauern noch lange im Gedächtnis. „Im Grunde“, sagt Keaton, „ist es absurd. Letzlich werden mit dem Gesang einfach Objekte zerstört, einer nach dem anderen. Und trotzdem berührt diese Nummer die Zuschauer sehr tief.“ Auch im Fernsehen verfolgte ein Millionenpublikum gebannt Keatons Spektakel. Vielleicht liegt es am Tabubruch, denn mit Glas geht man normalerweise sorgsam um. Kunst ist beides, Zerstörung und Schaffen von etwas Neuem:

Als Gegenpol zur „Glasorgie“ formt Harry Keaton beispielsweise aus Papiertüchern filigrane Wunderwerke. Die Tücher sind in seinen Händen eine Art Urstoff, der sich scheinbar jederzeit mal in diesen, mal in jenen Gegenstand verwandeln kann. Diese poetische, luftige Nummer hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck auf das Publikum.

Dr. Harry Keaton finanzierte sein Germanistik-Studium mit Auftritten als Magier und Moderator. Nach verschiedenen Auszeichnungen, einem Stipendium zum Studium in den USA und die Arbeit beim Fernsehsender CBS folgte er seiner Berufung und wurde Illusionist. Er versteht es, dass Publikum mit Magie  zu begeistern – mitten im Publikum oder auf der Bühne. Er tritt vor vielen nationalen und internationalen Unternehmen auf. Auch viele Prominente sind von seiner Kunst fasziniert, zum Beispiel Prinz Charles, Nina Ruge, Thomas Gottschalk, Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, Simone Thomalla, Jürgen von der Lippe oder Katarina Witt. Der Humor spielt bei seinen Auftritten eine sehr große Rolle. Auf Wunsch kombiniert er Moderation mit den passenden magischen Effekten. So visualisiert und verstärkt er das gesprochene Wort. Unter dem Motto „Liebeszauber“ tourt er mit einem abendfüllenden Programm.

Der Südsee-Staat Mikronesien würdigte die Arbeit des Künstlers mit einer Briefmarke. Harry Keaton ist damit der erste deutsche Zauberkünstler auf einer offiziellen Briefmarke.

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Harry Keaton Magier, Moderator und Glasbrecher
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