George Frederick Takis

George Frederick Takis
Mit jeder Wiederkehr des Winters erklingen Gesänge aus alter Zeit. Sei es um den Verkauf zu fördern oder um Familienidyllen vorzutäuschen, überall drohen sie, zu rieselnder Rührseligkeit zu verkommen. Dabei geht der Gegenwart eine kostbare Tradition verloren, deren Wurzeln bis auf die mittelalterlichen Mysterienspiele zurückgehen.

Daraus kann jedoch noch ein Ros' entspringen. Das Wesen der althergebrachten Lieder liegt in der Stille einer fernen Vergangenheit geborgen, ruhend wie ein Pergament, das auf eine Lesart wartet, die seine Gesänge wieder zum Leben erweckt. Ob lateinische antiphona oder französischer noël, deutsche Weise oder englischer carol, jedes Weihnachtslied ist eine einmalige
Blüte voller Frieden.

Um seine Zuhörer in diese Stille zurückzuführen, schildert George Frederick Takis kurz die Eigenart jedes Liedes, schärft ihre Ohren für die leisen Schwingungen einer langen Geschichte, die wie herabfallende Schneeflocken, zart und kristallen, gerade noch vernehmbar sind. Anschließend singt er zu einer Begleitung aus Streichorchester, Orgel und Glockenspiel, die - teils schlicht und teils prächtig - die würdige Fassung für eine Reihe von Kleinoden bildet: Veni, veni Immanuel - Les Anges dans nos Compagnes - O du fröhliche, o du selige - Tochter Zion, freue dich - Auf, auf, ihr Hirten - Susani - Still, still, still - Kommet, ihr Hirten - u.v.m.

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