Jo van Nelsen liest Die Hesselbachs

Jo van Nelsen liest Die Hesselbachs Geschichtenvorleser Jo van Nelsen
„Kall, mei Drobbe!“ Kennen Sie noch Mamma Hesselbachs legendären Ausruf? Erinnern Sie sich noch an die Geschichten über die Firma und Familie Hesselbach, „irgendwo im Hessischen“ angesiedelt?

Jo van Nelsen hat zwei wundervolle, nur noch antiquarisch erhältliche Bücher ausgegraben. „Babba“ und „Mamma“ heißen sie,  1967 geschrieben von Wolf Schmidt, der auch den Babba spielte: In 4 Kinofilmen, 129 Radio- und 51 Fernsehfolgen grantelte er zwischen 1951 und 1967 liebevoll satirisch in deutschen Wohnzimmern, genüsslich schwelgend in skurrilen Verwicklungen und versteckten Seitenhieben auf die Politik, die wunderbarerweise auch heute noch treffen. Die 12 beliebtesten Fernsehfolgen arbeitete Schmidt zu eigenständigen Erzählungen um, die nicht nur für Kenner Überraschungen und Vergnügen bereithalten. Durch die in hochdeutsch gehaltenen Erzählerteile sind die 90minütigen Lesungen auch für Nicht-Hessen verständlich.

 „Die Hesselbachs“ waren die erste Fernsehfamilie Deutschlands, deren Serie mit Einschaltquoten von bis zu 94 Prozent wahrhaft die Straßen fegte. Denn so hießen „Blockbuster“ mal bei uns – Straßenfeger. Aber das war zu einer Zeit, in der man sich noch über ein „Dreckrändsche“ aufregte.

Lassen Sie sich entführen in das Hesselbach’sche Universum voller Ruhe und Beschaulichkeit – und wenn Sie die Augen schließen, werden Sie sie alle wieder treffen: Babba und Mamma Hesselbach, ihren Sohn Willi und Herrn Münzenberger, den schwäbischen Buchhalter, die Pinella und Rudi, den Lehrbub. Wenn Sie allerdings die Augen offen halten, sitzt da nur einer: Jo van Nelsen. Aber ihm dabei zuzusehen, wie er nacheinander und durcheinander alle und jeden spielt, das ist ein Erlebnis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Jo van Nelsen (geboren 1968 in Bad Homburg) wird gerne in der Presse als „Kulturallrounder“ bezeichnet. Begonnen hat er als Chansonnier und brachte bislang 19 Soloprogramme auf die Bühne und ebensoviele verschiedene Tonträger auf den Markt (u.a. 1989 den Top-Ten-Hit „Der Erdbeermund“). Er arbeitetet als Schauspieler, Sprecher und Moderator in Theater und Varieté (u.a. Tigerpalast, Frankfurt/M.), im Rundfunk und im Fernsehen. Er erhielt u.a. den Ralph-Benatzky-Chansonpreis und den Thüringer Kleinkunstpreis. Seit 2001 arbeitet er vermehrt als Regisseur im Bereich Theater und Kleinkunst. Als Autor hat Jo van Nelsen ein Standardwerk zur Geschichte des deutschen Kabarettchansons bei dtv veröffentlicht, 2006 wurde sein erstes Theaterstück in Stuttgart uraufgeführt. Seit 2009 arbeitet er zudem als Systemischer Coach. Er lebt in Frankfurt am Main.

Pressestimmen:
Die Geschichten rund um die Familie und Firma Hesselbach gehören wahrscheinlich zum Wertvollsten und Bedeutendsten überhaupt, was die hessische Nachkriegskultur hervorgebracht hat. So brillant und komisch sind die von "Babba" Hesselbach-Darsteller Wolf
Schmidt geschriebenen Dialoge, die sich in immer engeren Spiralen in die rhetorische Ausweglosigkeit winden; so wahr und authentisch ist das Ambiente, so kunstvoll-liebenswert das hier gesprochenen Kunsthessisch. Der Schauspieler und Chansonier Jo van Nelsen hat es mit seinen Lesungen aus den "Babba"- und "Mamma"-Hesselbach-Büchern mittlerweile auch zu einer Art Kultstatus gebracht. Die Veranstaltungen haben ein großes Stammpublikum – aus gutem Grund, denn von Nelsen bringt eine erstaunliche Empathie für die Charaktere auf und trifft den gar nicht so leichten Ton der Vorlagen auf bemerkenswerte Weise. Frankfurter Rundschau, 24.07.07

Kein Wunder, dass seine Lesungen mittlerweile Kult sind im Stalburg Theater. Wenn Jo van Nelsen einmal monatlich in die fünfziger und sechziger Jahre der "Hesselbachs" eintaucht, kringeln sich die Zuhörer vor Lachen. (…) Jo van Nelsen schlüpfte souverän in sämtliche Rollen: von der Mama, die ganz unzeitgemäß mitreden will im Geschäft, über die schmollende Vorzimmerdame bis zum Babba, der sich spreizt wie ein Pfau, rot anläuft wie ein Puter und zuletzt das Techteln und Mechteln in der Firma verbietet. Alles schwebte, einer lachte: das Publikum. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2006

Denn was der Chansonnier Jo van Nelsen auf die Bühne zauberte, war nicht nur köstliches Amüsement, sondern Lesekunst vom Allerfeinsten. Jo van Nelsen schlüpfte nicht nur in die Stimmen, sondern auch in die Charaktere der großen Vorbilder hinein. (…) Immer wieder erhielt van Nelsen Szenenbeifall. Noch Stunden hätte man ihm lauschen können. Dabei war es seine Kunst, die stimmlichen Imitationen nicht zu übertreiben und auch immer wieder im Erzählpart das blanke Hochdeutsch einzusetzen. So glänzte sein Vortag durch Nuancenreichtum, fesselnde Erzählkunst und dezent eingesetzte herausragende Mimik. Taunus Zeitung, 13.11.2007

Der Schöpfer dieser Hörspiele war der Friedberger Wolf Schmidt (1913-1977), der dem Babba auch seine unverwechselbare Stimme im Radio lieh. Unverwechselbar? Seit sich Jo van Nelsen dran machte, die Hesselbachs wiedererstehen zu lassen, ist man nicht mehr so sicher! Nein, das war keine billige Imitation – das war wirklich gekonnt, war lebendiger Dialekthumor in Reinformat. (…) Man hatte deutlich das Gefühl, die Hesselbachs wären nach Bad Vilbel umgezogen, so umtriebig und tumultartig ging es auf der kleinen Bühne zu, obwohl dort ja nur ein einziger Mensch zugange war. Und ständig kicherte jemand im Publikum oder es gab Szenenapplaus für das gelungene Hessengebabbel. (…) Die äußerst verworrene Geschichte „Der Kriminalfall“ las Jo van Nelsen von Anfang bis Ende glänzend, lebhaft und mit viel Variationsbreite und erntete dafür großartigen Applaus. Wetterauer Zeitung, 20.10.2007

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