11.06.2014

NRW-Debüt gelungen: Fachmesse MEETINGPLACE Germany in Köln erfolgreich

NRW-Debüt gelungen: Fachmesse MEETINGPLACE Germany in Köln erfolgreich MEETINGPLACE Germany

Eine gelungene Premiere feierte die Fachmesse MEETINGPLACE Germany am 4. Juni in Köln.


Eine gelungene Premiere feierte die Fachmesse MEETINGPLACE Germany am 4. Juni in Köln. Erstmals fand der Treffpunkt für die Tagungsbranche in Nordrhein-Westfalen statt. Die 75 Aussteller und 612 Fachbesucher trafen sich bei der vierten Ausgabe der Fachmesse erstmalig nicht in einer Messehalle, sondern in der Eventlocation DOCK.ONE, die mit ihrem Flair zur hervorragenden Stimmung auf der Messe beitrug.

Viele zufriedene Gesichter zeugten am 4. Juni bei MEETINGPLACE Germany Köln von einem erfolgreichen Verlauf der 4. Fachmesse für Kongresse, Events, Tagung und Seminare. Während die 75 ausstellenden Unternehmen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden über gute Gespräche und hochwertige Kontakte berichteten, lobten die mehr als 600 Fachbesucher das vielfältige Angebot an Anbietern aus der Hotellerie, Eventagenturen, Locations, Tagungseinrichtungen, Künstlern, Verbänden und wichtigen Dienstleistern der MICE-Branche.

„Wir sind zufrieden mit dem MEETINGPLACE Germany hier in Köln“, freute sich Alexander R. Petsch, Geschäftsführer von børding messe. Das Feedback vor Ort habe gezeigt, dass der Branchentreffpunkt auf einem guten Weg sei. Gemeinsam mit der dfv Mediengruppe und in engem Austausch mit wichtigen Akteuren der MICE-Branche werde das Veranstaltungskonzept weiter entwickelt und an die Bedürfnisse der Aussteller und Fachbesucher angepasst. Im kommenden Jahr werde die Messe wieder an einem Standort in Nordrhein-Westfalen stattfinden, kündigte Petsch an.

Wie sich aus einer leeren Halle mit den richtigen Event-Gewerken ein kleines Messe- oder Eventgelände zaubern lässt, machte der Messeveranstalter im DOCK.ONE vor. Das Außengelände war durch den Einsatz von Pagodenzelten, in denen Besucherregistrierung und Catering ausgelagert waren,  gelungen in das Gesamtkonzept mit eingebunden. Das Wetter spielte zudem mit und die Lounge-Area im Freien wurde rege für das Networking unter Besuchern und Ausstellern genutzt.

Überraschung anstatt Langeweile
Sehr großen Anklang fand das messebegleitende Vortragsprogramm, in dem sich Veranstaltungsplaner Denkanstöße und Anregungen für erfolgreiche Events und eine effiziente Veranstaltungsorganisation abholten. Tipps, wie Veranstaltungsplaner ihre Events dramaturgisch so gestalten können, dass sich die Teilnehmer nicht langweilen, bekamen die Messebesucher von Wolf Rübner. In seinem Keynote-Vortrag riet der Eventprofi Veranstaltern, sich vom Theater und der Oper inspirieren zu lassen, ihre Events mit Ambiente, Licht und Musik gezielt in Szene zu setzen und bei ihren Inszenierungen Geschichten zu erzählen. „Machen Sie sich viele Gedanken über Ihre Gäste und tun Sie auch einmal etwas Unerwartetes. Überraschen Sie die Teilnehmer einer längeren Veranstaltung zum Beispiel mit einer Eispause als sympathische Unterbrechung“, gab Rübner den zahlreichen Veranstaltungsplanern im Publikum mit auf den Weg.

Wenn es im Gehirn blitzt und blinkt

Gute Eventkonzepte sprechen alle fünf Sinne an, so das Credo von Keynote- Buchautor und Dozent Jan Untiedt. Besonders, wenn wie zum Beispiel bei einem Public Viewing positive Emotionen wie Zusammenhalt, Glück und Identifikation ausgelöst würden, könne es Unternehmen gelingen, bei einem Event die eigene Marke im Unterbewusstsein der Teilnehmer zu verankern.  „Es muss im Gehirn blitzen und blinken“, so der Keynote Speaker. Um so einen Effekt zu erreichen, müssten sich Eventplaner Gedanken darüber machen, wie ihre Marke/ihr Event riecht, schmeckt, sich anfühlt oder klingt. Dann könne Eventmarketing zum Erlebnismarketing werden.

Soziale Netzwerke richtig nutzen
Die Möglichkeiten von sozialen Netzwerken für die eigene Präsentation und speziell für Events zeigte XING-Experte Martin Müller in seiner Keynote auf. Das Business-Netzwerk XING verglich er etwa mit dem Schaufenster eines Autohauses in einem Gewerbegebiet. Wenn das Schaufenster leer sei, ziehe es auch keine Interessenten an. Facebook entspreche einem Schaufenster in einer Fußgängerzone. „Sie werden da vielleicht nichts verkaufen, aber Sie erreichen eine hohe Sichtbarkeit“. Den Kurznachrichtendienst Twitter wiederum verglich Müller mit Hostessen, die 10.000 Flugblätter verteilen. Wer regelmäßig auf Twitter über seine Tätigkeit schreibe, dem folgten mit der Zeit auch diejenigen Leute, die sich dafür interessierten. Ein eigener YouTube-Kanal sei vergleichbar mit Fernsehwerbung und kurze Videos attraktiver als lange Broschüren oder Kataloge.

Green Meetings weiter im Trend
Eine deutliche Nachfrage nach nachhaltig gestalteten Events und entsprechend zertifizierten Dienstleistern stellten die Podiumsteilnehmer rund um Dr. Klaus Stallbaum, Geschäftsführer der Dr. Stallbaum GmbH, fest. „Nachhaltigkeit muss für uns eine Selbstverständlichkeit werden. Dinge, die wir im privaten Bereich bereits tun, müssen wir in den Geschäftsbereich mitnehmen“, forderte Holger Leisewitz, Vorsitzender der Vereinigung deutscher Veranstaltungsorganisatoren e. V.. Julian Ekelhof, Berater beim Branchenverband FAMAB, stellte das Zertifikat „Sustainable Company“ vor. Unternehmen, die sich nur ein schönes Siegel kaufen wollen, sind da falsch, es sei ein sehr umfassendes und strenges Siegel. Einigkeit bestand auch bei der Feststellung, dass die Vielzahl ganz unterschiedlicher Gütesiegel Anbietern und Nachfragern die Orientierung erschwere. In Aussicht gestellt wurde eine bundesweite Studie auf Initiative von eventsofa und 2bdifferent, die Transparenz in diesem Bereich schaffen soll.

Unsicherheit und Weiterbildungsbedarf zu Compliance
Auch Compliance erwies sich als kniffliges Thema, in dem sich Corporates, Eventagenturen und Unternehmen aus der Hotellerie mehr Durchblick erhoffen. In der interaktiven Plenumsdiskussion mit Dominik Deubner teilten Teilnehmer und Experten ihre Fragen und Erfahrungen miteinander. Berichtet wurde etwa von Fam-Trips, bei denen ein Großteil der angemeldeten Teilnehmer kurzfristig wieder absagte. Ein Mitarbeiter eines Limousinenservices konstatierte, dass Kunden kaum noch Luxuslimousinen mehr buchten – ein gut gemeintes Upgrade könne da zu einem ungeahnten Complianceproblem werden. Ein Anbieter von Kinosälen als Tagungslocation erklärte, es erfordere heute sehr viel mehr Beratungsaufwand, um zu vermitteln, dass man auch in einem Kinosaal ernst und nüchtern tagen könne. Einigkeit herrschte im Plenum darin, dass es viel Aufklärung, Weiterbildungsbedarf und Mut in den Unternehmen braucht, damit Compliance kein Schreckgespenst bleibt.

mbt Market meets MEETINGPLACE Germany am 2. Dezember in München

Die nächste Ausgabe der Fachmesse findet im Verbund mit dem MICE + Business Travel Market (mbt Market) der dfv Mediengruppe am 2. Dezember 2014 unter dem Namen „mbt Market meets MEETINGPLACE Germany“ in den Eisbach Studios in München statt. Dabei werde die Messe um den Bereich Business Travel erweitert, kündigte Mark A. Cano, Verlagsleiter m+a Medien der dfv Mediengruppe, an. Den Blick in die Branche und fachliche Unterstützung steuern bei der gemeinsamen Veranstaltung die Fachmedien der dfv Mediengruppe bei.

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