31.01.2019

Neue Studie der TU Chemnitz zum Berufsbild Event- und Messemanager - Was müssen sie können und was wird erwartet? – Defizite festgestellt

Neue Studie der TU Chemnitz zum Berufsbild Event- und Messemanager - Was müssen sie können und was wird erwartet? – Defizite festgestellt (Bildquelle: TU Chemnitz/ Studieninstitut für Kommunikation)

• Bis heute noch keine klar definierte Berufsbezeichnung – Anforderungen und tatsächliche Kompetenzen klaffen auseinander
• Individuelle Bildungsangebote und klar geregelte Aufstiegschancen machen Kompetenzentwicklung möglich
• Unternehmer müssen Arbeitsumfeld schaffen, um Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu entwickeln – Fähigkeiten durch Projekte und Übertragung von Verantwortung schulen


Düsseldorf, Januar 2019 – Im Mittelpunkt der Fachkräfte-Diskussion steht immer wieder die Frage nach dem Berufsbild des Event- und Messemanagers, da es bis heute noch keine klar definierte Berufsbezeichnung gibt. Auf der Fachmesse Best of Events International präsentierte die TU Chemnitz ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu dieser Fragestellung in einer zweiten Fachkräftestudie. Bereits 2018 veröffentlichte sie eine erste Studie, die sich mit der Fachkräftesituation in der Event- und Messebranche befasste und auf großes Interesse in der Branche stieß. Grundlage der Studie ist eine Online-Befragung von Verantwortlichen im Event- und Messebereich in Unternehmen und Agenturen. Beide Studien wurden vom Studien¬institut für Kommunikation Düsseldorf und von den Westfalenhallen Dortmund unterstützt.
Die Ausgangsfrage: Was müssen Event- und Messemanager können und was können sie wirklich? Laut Studie werden unter den vier Hauptkomponenten die sozial-kommunikative Kompetenz und die Organisationskompetenz als die bedeutendsten für den Beruf des Event- und Messemanagers eingeschätzt. Dazu kommen noch die fachliche und methodische Kompetenz sowie die technische Kompetenz. Außerdem beschreibt die Studie noch die 15 wichtigsten Schlüsselfähigkeiten, die das Anforderungsprofil des Event- und Messemanagers bestimmen. Im Vergleich zu der tatsächlichen Ausprägung der Fähigkeiten und Kompetenzen wurde festgestellt, dass in fast allen Kompetenzfeldern Defitzite vorliegen.
Was sollte also besser werden?
• Bildungsangebote sollten sich auf die Ausbildung strategischer Kompetenzen richten.
• Detailliertes Spezialwissen beispielsweise zu Veranstaltungssicherheit, Planungs¬software, Social Media Einsatz oder digitalen Inszenierungstools ist wichtig, um den wachsenden Marktanforderungen gerecht werden zu können.
• Unternehmer und Mitarbeiter sind gefordert: Arbeitgeber sollten Arbeitsumfeld schaffen, um Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu entwickeln, wie z. B. durch Projekte und Übergabe von Verantwortung – Mitarbeiter müssen Willen zur Weiterbildung und Kompetenzausprägung und Aufstieg mitbringen.

Mit den Ergebnissen der neuen Fachkräftestudie soll einerseits sowohl den in der Branche tätigen Fachkräften als auch den potentiell an einer Ausbildung oder einem Studium Interessierten eine Orientierung gegeben werden. Andererseits versteht sich die Studie aber auch als Wegweiser für die Einwicklung von Ausbildungs- und Weiterbildungskonzepten sowie Studienplänen bei den ausbildenden Einrichtungen und den Hochschulen sowie als Grundlage für nachhaltige Personalentwicklungskonzepte in der Event- und Messebranche, um deren Attraktivität für Fachkräfte zu steigern.

Beide Studien können auf unserer Homepage runtergeladen werden
https://www.studieninstitut.de/fachkraeftestudie-2018
https://www.studieninstitut.de/fachkraeftestudie-2019

Quelle bzw. Informationen von:

D-40589 Düsseldorf
Studieninstitut für Kommunikation GmbH Praxisorientierte Weiterbildungen
Details Website Anfrage

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