05.04.2012

Mathias Haas: mobiler Tabubruch stellt Fragen nach Mobilität der Zukunft

Mathias Haas: mobiler Tabubruch stellt Fragen nach Mobilität der Zukunft Das Auto der Ideen

Deutschlands einziger Trendbeobachter startet einmalige Initiative und einen provozierenden Dialog – nicht jeder traut sich, mit einem edding auf ein Auto zu schreiben


Deutschlands einziger Trendbeobachter startet einmalige Initiative und einen provozierenden Dialog – nicht jeder traut sich, mit einem edding auf ein Auto zu schreiben

"Wie möchten Sie sich in Zukunft bewegen und Ihre Mobilität sicherstellen?" Diese Frage stellt Deutschlands einziger Trendbeobachter Mathias Haas jedem, dem er begegnet – auf der Straße, im Rahmen von Vorträgen oder in persönlichen Interviews. Mit einem Audi A6 mit einem kleinen 2,0 Liter Motor fährt er durch die Republik und sammelt Ideen. Jeder darf seine Meinungen und Anregungen direkt auf das Auto schreiben. „Innovation erfordert Regelbrüche und mutige Maßnahmen“, sagt Mathias Haas. Dass er mit einem vollgeschriebenen Fahrzeug einen optischen Tabubruch begeht, stört ihn aber nicht.

Mobilität im Allgemeinen und die Automobilwirtschaft im Besonderen wandeln sich zurzeit von Grund auf. Es sei, so Haas, eine Revolution im Gange wie damals der Wechsel vom Pferd zum Auto. „In Zeiten knapper Rohstoffe, knapper öffentlicher Finanzen und dem Klimakiller CO2 ist die Frage nach der Mobilität der Zukunft besonders relevant“, meint der Trendbeobachter. Seit Montag ist er unterwegs, fährt öffentliche Plätze an und hält bundesweit Vorträge. Allein in den ersten drei Tagen haben schon mehr als 100 Personen ihre Kommentare auf dem Auto hinterlassen.

„In den Köpfen der Menschen steckt so viel Potential“, stellt Haas fest. „Das ist so wertvoll, dass es auch auf einem Auto Platz haben muss.“ Kommentaren wie „chic und schnell“, „unterhaltsam“ und „modular“ solle die Mobilität der Zukunft sein, bewiesen dieses Potential und verstärkten auch noch nachher die inhaltliche Auseinandersetzung. Doch nicht jeder traue sich, mit einem edding auf „Deutschlands liebstes Kind“ zu schreiben.

Wo immer er mit seinem „Auto der Ideen“ unterwegs ist, bleiben Passanten stehen, stellen Fragen, diskutieren und hinterlassen Kommentare. Viele Tausend Kilometer möchte Haas bis Ende September zurücklegen. „Dann wird das Auto wohl aussehen wie eine Tapete in einem Kinderzimmer.“ Und damit trotz seiner Tour seine CO-Bilanz stimmt, ändert er seine Essgewohnheiten und Verhaltensweisen, wird gar Teilzeitvegetarier.

„Das ist kein Widerspruch“, meint er. Im Gegenteil: Umweltschutz und die Mobilität der Zukunft habe auch viel mit Freiheit, Verantwortung und bewussten Entscheidungen zu tun. Am Ende gebe es zwei Komponenten: Das individuelle Verhalten des Einzelnen und den technischen Fortschritt. Mit seinem „Auto der Ideen“ möchte er beides erfragen. Denn, so der Beobachter von Megatrends, auch die Industrie müsse sich den Wünschen der Verbraucher beugen. Und die seien mündiger, umweltbewusster und informierter denn je.

Das Mobilitätsverhalten habe sich gravierend verändert. In manchen Szenen gelte Reisen gar als asozial. Gerade junge Menschen möchten den Wunsch nach Freiheit und Mobilität verbinden mit sozialer und ökologischer Verantwortung – speziell in Ballungsräumen. Dort gibt es auch immer mehr Menschen, die gar keinen Führerschein mehr machen, stellt Haas fest. Mobilität sei flexibler geworden – ein Mix als Bahn, Flugzeug, eBike, Carsharing und vielen anderen Transportmitteln oder gar einer Mietwagenflat einer bekannten Autovermietungsfirma.

Ermöglicht wird Haas‘ Mobilitäts-Projekt durch das Unternehmen 3M. Das nämlich hat Haas eine Spezialfolie geliefert, die die verschiedenen Beschriftungen, Aufkleber und Bemalungen haltbar macht. „Selbst auf der Autobahn geht kein Kommentar verloren“, freut sich Haas. Er wolle die Mobilität der Zukunft kreativ sichtbar machen und die öffentliche Diskussion fördern – unter Einbeziehung vieler.

Quelle bzw. Informationen von:

D-70180 Stuttgart
Der Trendbeobachter
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