19.06.2017

Kein Plan B beim WerteEvent

Kein Plan B beim WerteEvent (Bildquelle: ©loris.tv – Thomas Loris)

Am 14. Juni 2017 wurde der WerteEvent erstmalig im Kongresszentrum der Westfalenhallen Dortmund veranstaltet und sorgte im Vorfeld mit dem diesjährigen Motto „Werte Gambling“ bereits für Diskussionen.


Die Veranstalter Estrel Berlin, Hotel Schloss Montabaur und Hauptinitiator Bernd Fritzges bewiesen jedoch eindrucksvoll, wie Poker & Co für einen roten Faden im Werte-Kontext sorgten. Die Teilnehmer, überwiegend aus der Veranstaltungswirtschaft, erlebten ein intensives Kongressprogramm und hatten viel Raum für den persönlichen Austausch.

Es herrschte eine entspannte Atmosphäre beim Check-In, was wohl auch damit zusammenhing, dass die Benefizveranstaltung auch in diesem Jahr wieder vor einem Feiertag stattfindet und somit fast exklusiv im Kongresszentrum der Westfalenhallen Platz findet. Henrik Bollmann, Projektbereichsleiter Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH: „Wir freuen uns sehr, das Werte-Event dieses Jahr ausrichten zu dürfen“.

Im Plenum begrüßt ein frisches Setup mit Lounge-Sesseln, Konferenzstühlen, Stehtischen und eine in den Raum gerückte Bühne, auf der ein Pokertisch steht. Auch das Outfit der souveränen Moderatorin Sabine Altena ist ausgefallen und steht somit für den ganzen Event.
Günter Mainka, Twilight Event, hat für seine Premiere bei dieser Veranstaltung eine ganz besondere Aufgabe übernommen: Als eine Art rasender Reporter war er am Vortag in Dortmund unterwegs und hatte unterschiedliche Unternehmen spontan zu ihrer Einstellung zum Thema Werte, Ethik und Moral interviewt. Im Laufe der Veranstaltung werden vier Interviews eingeblendet, die eine illustre Bannbreite von unterschiedlichen Unternehmen und Statements widerspiegeln. Dr. Winfried Materna, Firmengründer und Beiratsmitglied Materna GmbH, Edzard Bennmann, Leiter Unternehmenskommunikation der Signal Iduna Gruppe, Hans Herrmann und Felix Krämer, Inhaber der Kornbrennerei Krämer und Sir Hannes Smith, Bandleader „The Idiots“ und „Honigdieb“, waren seine Gesprächspartner. 
„Unterschiedlicher und besser hätte die Auswahl nicht sein können“, freut sich Mainka, dem man anmerkt, dass seine Aufgabe im Zuge der Veranstaltung ihm sehr viel Freude bereitet. So entpuppten sich Altena und Mainka im Laufe des Tages zu einem starken Moderationsduo, die man später noch am Pokertisch antraf.

Zählen Werte beim Poker-Spiel?
Die Keynote hielt Stephan Kalhamer, Poker-Weltmeister, Unternehmensberater, Bestsellerautor und Diplom-Mathematiker. Schon fast überheblich stellte der Regensburger seine größten Pokale auf den Pokertisch und sagt: „Das sind keine Trophäen, das sind Mahnmale!“ Denn Anerkennungen aus der Vergangenheit bringen keinen Vorteil für Entscheidungen in der Gegenwart und bürgen die Gefahr in sich, unachtsam zu werden.
Aussagen wie „Ich gehe an den Pokertisch und investiere in ein feindliches Umfeld“, provozierend natürlich auf solch einem Event. Schnell wird jedoch deutlich, dass seine Vorgehensweise am Spieltisch als Mathematiker sehr viele Parallelen zum wertvollen Umgang im geschäftlichen Alltag hat. Kalhamer kritisiert die rein ergebnisorientierte Haltung unserer Gesellschaft und zeigt auf, dass wir uns mehr auf die Entscheidungsqualität besinnen sollten. „Arbeitet nur mit Plan A! Wer zudem einen Plan B besitzt, signalisiert seinem Umfeld, dass Plan A schlecht ist“, so der Poker-Experte.
Diese Steilvorlage nutzte nach der ersten Netzwerkpause auch der nachfolgende Redner und Experte für emotionale Intelligenz Markus Hornung. Anhand aktueller neurowissenschaftlicher Untersuchungen zeigte Hornung auf, wie Bauchgefühl und Intuition auf Basis von Erfahrungen greifen und so schlägt er gekonnt die Brücke zu Kalhamers Vortrag.
Im Anschluss daran standen zwei Angebote zur Auswahl. Entweder ein Vortrag von Gertrud Hansel, Unternehmensberaterin und Trainerin der Schule für Unternehmer, oder ein Workshop zu partizipativen Veranstaltungsformaten mit Doreen Biskup, Dozentin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VDVO.
Prof. Dr. Hans Rück, Dekan der Hochschule Worms und bekannt als Complaiance-Pabst, ist der letzte Redner des Tages. In seinem musikalischen Vortrag „Das Jazz-Prinzip: Improvisation als Erfolgsfaktor im Management“ erläutert er, wie das Zusammenspiel in einer Jazzband auf Basis von Bauchgefühl bestens funktioniert.

Was bedeutet das fürs Werte-Team Steglich, Fritzges & Co in der Zukunft?
Klarer zu kommunizieren, verbindliche Committments zum Werte Kodex einzuholen und frühzeitig Unterstützer und Partner für dieses Event zu binden.

„Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“
Es wurde am Pokertisch ein Betrag in Höhe von 4.150 Euro erspielt – er kommt Stiftung „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ zu Gute.

Show & Charity
In dem anliegenden Mercure Hotel fand bei Barbecue, Pokertisch und Cocktailbar der geselligen Ausklang mit Networking statt - und es wird deutlich: Dieser Event braucht keinen Plan B.

Das Fazit des Initators des WerteEvents Bernd Fritzges: „Bei der Modernisierung des WerteEvents und dem damit verbundenen Werte Kodex gab es niemals einen Plan B. Wir haben auf Basis der Zusagen zum WerteKodex nach der letzten Veranstaltung die Budgetierung aufgesetzt und nicht daran gerüttelt. Leider blieb es bei vielen nur bei Lippenbekenntnissen. Das änderte und ändert jedoch nichts, wir machen weiter, es gibt nur den Plan A!“, so Fritzges.

Wer mehr zum WerteEvent und dem WerteKodex erfahren möchte oder sich als Unterstützer dieses Projekts beteiligen möchte, findet weitere Informationen unter www.werte.foundation.

Quelle bzw. Informationen von:

D-10827 Berlin
VDVO Verband der Veranstaltungsorganisatoren
Details Website Anfrage

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