12.03.2013

FR Catering schmeckt allen

Seinen zweiten Platz im bundesweiten Ranking der leistungsstärksten Event-Caterer hat Farroch Radjeh an jemand anderen verloren. Weil er nämlich auf Platz eins vorgerückt ist.


Gastronomieservice aus Eibelstadt hängt Branchengrößen wie Dallmayr und Käfer ab


Seinen zweiten Platz im bundesweiten Ranking der leistungsstärksten Event-Caterer hat Farroch Radjeh an jemand anderen verloren. Aber der Unternehmer aus Eibelstadt (Lkr. Würzburg) kann damit gut leben. Weil er nämlich auf Platz eins vorgerückt ist. Branchengrößen wie Käfer, Kofler und Dallmayr hat Radjeh hinter sich gelassen. Warum ist das so? „Weil ich genau das mache, was ich kann“, sagt Radjeh.


Das Ranking wurde bereits zum dritten Mal veröffentlicht, und zwar vom Branchenmagazin „Blach-Report“. Schon beim ersten Mal war FR Catering vertreten, damals noch auf Platz sechs. Im Jahr darauf stieg das Unternehmen auf Platz zwei, nun steht es an der Spitze. Ein bemerkenswertes Ergebnis für einen Familienbetrieb mit 30 festangestellten Vollzeitkräften. Farroch Radjeh ist Event-Caterer. Er organisiert den gastronomischen Teil bei Veranstaltungen der direkten Wirtschaftskommunikation – vorwiegend Messen und Produktpräsentationen. FR Catering steht dabei im Wettbewerb mit viel größeren Unternehmen. „Käfer macht zehnmal so viele Veranstaltungen wie wir“, sagt Farroch Radjeh. Wer überall präsent ist, heimst aber nicht automatisch mehr Wertungen ein.



Das zeigt die Spitzenposition von FR Catering im Blach-Report. 5000 Kunden wurden in diesem Jahr zur Abstimmung angeschrieben. Man bewirbt sich also nicht für das Ranking, man wird gewählt. Radjeh, studierter Betriebswirt, seit 1981 in Führungspositionen tätig und seit 2000 Chef seiner eigenen Firma, setzt bei der Arbeit auf Übersichtlichkeit. Er macht nicht mehr als drei Veranstaltungen pro Tag. Umsatzsteigerung hat für Radjeh nicht oberste Priorität. Gekocht wird in der ehemaligen Kaserne in Külsheim (Main-Tauber-Kreis). Radjehs Köche bereiten dort, abgesehen von Brot und Nudeln, alles eigenhändig zu. Die Speisen werden halb fertig gekocht und dann in Kühlfahrzeugen zum Veranstaltungsort gebracht. Dort wird das Essen im Konvektomaten zu Ende gegart und serviert. FR Catering ist in ganz Deutschland tätig. Jede Veranstaltung muss genauestens geplant werden.



Dazu braucht Radjeh gute Mitarbeiter. „Eine wesentliche Komponente ist der Faktor Mensch“, sagt er. Es dauert seine Zeit, bis die Köche, Projekt- und Veranstaltungsleiter die Philosophie des Unternehmens verinnerlicht haben. Deshalb pflegt Farroch Radjeh seine Angestellten. „Das Gehalt muss stimmen. Erst dann können sich die Mitarbeiter voll auf ihre Aufgabe konzentrieren.“ Eine Veranstaltung hält der Unternehmer dann für gelungen, wenn anschließend jeder Gast die Visitenkarte des Caterers haben möchte. In Zahlen und Daten ist die Cateringbranche in Deutschland sehr schwer zu fassen. Das sagt Uta Goretzky vom Verband Direkte Wirtschaftskommunikation FAMAB.



Der FAMAB stellt aber einen Trend zu immer mehr Anbietern fest. Auch steige bei den Kunden die Tendenz, die Preise der Caterer zu drücken. Nichtsdestoweniger sei 2013 bisher ein gutes Jahr für die Caterer. Der Verlag BBE media und das Fachmagazin „Catering Inside“ haben trotz der intransparenten Situation den Versuch unternommen, die Gegebenheiten in einem Branchenreport zu erfassen. Dieser prognostiziert zwischen 2010 und 2015 ein Umsatzwachstum der Cateringbranche von rund 31 Prozent auf dann knapp fünf Milliarden Euro netto. Laut „Catering Inside“ entfällt die Hälfte des gesamten Umsatzes auf die zehn größten Cateringunternehmen. Die anderen 50 Prozent werden von mittelständischen und kleinen Betrieben erwirtschaftet.

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