31.08.2010

Bilanz ComedyArts Festival

Bilanz ComedyArts Festival

„Trockener" Humor trotzte in Moers den pessimistischen Wettervorhersagen: Das 34. Internationale ComedyArts Festival lockte 5.200 Humor-Fans. Petrus scheint ein Fan des Internationalen ComedyArts Festivals zu sein: Immerhin drei von vier Veranstaltungstagen des Festivals, das am Sonntagabend zu Ende ging, blieben weitestgehend trocken.



„Trockener" Humor trotzte in Moers den pessimistischen Wettervorhersagen: Das 34. Internationale ComedyArts Festival lockte 5.200 Humor-Fans.

 

Petrus scheint ein Fan des Internationalen ComedyArts Festivals zu sein: Immerhin drei von vier Veranstaltungstagen des Festivals, das am Sonntagabend zu Ende ging, blieben weitestgehend trocken. Und so fanden insgesamt 5.200 Zuschauer an den drei Festivalabenden und zum Prolog mit Herbert Knebel in die Sparkassen-Arena vor dem Moerser Schloss. "Trotz schlechter Prognosen sind wir mit einem blauen Auge davongekommen", resümiert Festivalleiter Holger Ehrich. „Lediglich am Sonntag störten wiederkehrende Schauer die gute Stimmung. Zum Glück waren trotz der schlechten Prognosen Freitag und Samstag gut besucht, am Sonntag war es allerdings deutlich leerer als gewöhnlich."

 

Ein Plus in doppeltem Sinne bescherte der Donnerstag: Beim „ComedyArts Special" mit Kult-Rentner und Alt-Moerser Herbert Knebel konnten sich die Humor-Fans schon auf das eigentliche Festival einstimmen. Die Tickets waren bereits im Vorverkauf vergriffen - Knebel spielte in der ausverkauften Sparkassen-Arena vor 1.700 Zuschauern.

 

Für die folgenden Festivaltage ließ allerdings der Vorverkauf schon ahnen: Die pessimistische Wettervorhersage bremste die Comedy-Lust. Auch an der Abendkasse wurden weniger Tickets verkauft als in den Vorjahren. Der Stimmung tat das alles keinen Abbruch: Echte ComedyArts-Fans rückten vorsichtshalber mit regenfester und dicker Kleidung an und lachten sich warm.

 

Denn wer die kühlen Abend-Temperaturen nicht scheute, der erlebte in Moers wieder einen Humor-Gipfel abseits der TV-gängigen Komik. Wo sieht man sonst einen schattenspielenden Charmeur wie den Australier Raymond Crowe neben den singenden Gentlemen der niederländischen a-capella-Gruppe INtrmzzo, der betörenden Ruhrpott-Diva La Signora oder dem anarchischen Österreicher Helfried? Die Deutschland-Premiere Raymond Crowes wurde nicht nur vom Publikum mit standing ovations belohnt, der „Unusualist" durfte auch den Moerser Comedy-Preis „Henriettchen" (verliehen von der Kulturstiftung der Sparkasse am Niederrhein) mitnehmen.

 

Zur Philosophie des Festivals gehört es außerdem, etablierte Künstler und Geheimtipps zu einem stimmigen Programm zu verbinden. Zur zweiten Kategorie zählte in diesem Jahr der Berliner Michael Hatzius mit der bärbeißigen und eitlen Echse. Hatzius und sein Reptil wurden folgerichtig mit dem diesjährigen Förderpreis für besondere innovative Aufführungen (verliehen von der NRZ) ausgezeichnet.

 

Holger Ehrich ist zufrieden: "Ich denke, der Spagat zwischen hohem Anspruch und Publikumsrennern ist durch die perfekte Mischung im Programm wieder geglückt. Ich möchte keinen einzelnen Künstler, keine Gruppe hervorheben, der Star war wieder mal das Gesamtfestival." Die Arena ist noch nicht ganz abgebaut, da beginnen bereits die Planungen für das ComedyArts 2011. „Es wird allerdings nicht leichter, das zu stemmen", so Wenke Seidel, Geschäftsführerin des Veranstalters Bollwerk 107. „Durch die etwas niedrigeren Besucherzahlen dieses Jahres müssen wir mit einem Verlust rechnen. Aber wir sind guter Dinge: Die Sponsoren haben ihre weitere Unterstützung zugesagt und viele wollen uns auch wieder stärker unter die Arme greifen. Ich bin sicher, wir können auch 2011 wieder ein tolles Programm auf die Beine stellen."

 

Das 35. ComedyArts Festival Moers wird übrigens erstmals am Wochenende vor den Sommerferien stattfinden, vom 15. bis zum 17. Juli. Der bisher angestammte Termin am letzten Ferien-Wochenende kollidiert mit der Moerser Kirmes.


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