20.05.2014

19 Prozent Umsatzsteigerung im ersten Geschäftshalbjahr

19 Prozent Umsatzsteigerung im ersten Geschäftshalbjahr Dirk Vennemann, Nico Ubenauf, Vorstände satis&fy

Strukturelle Maßnahmen vorangetrieben Fokus auf neue Dienstleistungssegmente Standortausbau mit Büro-Eröffnung in Brasilien
Neusser Lichtcompany schließt sich der satis&fy Gruppe an
Gemeinwohl- und Finanzbilanz – ein Gegensatz?


Nach einem Gesamtumsatz von 45,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012/2013 befindet sich die satis&fy AG aus Karben bereits Mitte des laufenden Geschäftsjahres im Zielkorridor des angepeilten Jahresumsatzes in Höhe von 50 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/2014 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,3 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 19 Prozent im Vergleich zum  Vorjahreshalbjahr mit 20,4 Millionen Euro. Auch das Konzernergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich auf 3,1Millionen Euro nach 1,54 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr. satis&fy Vorstand Nico Ubenauf wies im Rahmen der  Halbjahrespressekonferenz am Firmenstandort Karben vor allem auf die positive Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hin. Erstmalig nach sieben Jahren sei man in diesem ebenfalls profitabel. Dabei erreichte das Unternehmen in den Monaten Januar bis März 2014 einen Umsatz von 13,2 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 8,9 Millionen).

Strukturmaßnahmen konsequent vorangetrieben

Maßgeblich für den positiven Geschäftsverlauf waren gut gefüllte Auftragsbücher, sowohl bei den Corporate Events als auch im Bereich Live Entertainment. „Wir sind ambitioniert ins neue Geschäftsjahr gestartet, aber dass sich der Jahresauftakt so gut entwickelt, hätten wir nicht gedacht“, äußerte sich Ubenauf zufrieden. Neben der guten Auftragslage setzten die im Rahmen der 2013 veröffentlichten „Vision  2020“ vorangetriebenen strukturellen Maßnahmen erste positive Akzente. Substantielle Veränderungen habe die Festanstellung vieler freier Mitarbeiter bewirkt. Der Aufbau eines Corporate Development Teams als Managementlösung schreite nach dem Rückzug von Gründer und Vorstand Kai Weiberg aus dem aktuellen Tagesgeschäft ebenso schrittweise voran. „Wir haben uns im Team besser aufgestellt, können Projekte zielgerichteter angehen und dadurch Entscheidungen im Unternehmen beschleunigen“, so der 45jährige Vorstand.

Starke Dienstleistungssegmente aufbauen

Im Rahmen der Vision 2020 identifizierte das Unternehmen auch Wachstumsfelder, in denen langfristig die größten Potentiale gesehen werden. So wolle man sich zukünftig noch kundenorientierter aufstellen. Dazu zählt unter anderem der Ausbau des neuen Dienstleistungssegments „Preferred Partnership Services“, das die Großkundenbetreuung im Blick hat. „Wir wollen konsequent nach Kunden und Projekten Ausschau halten, die dem Unternehmen Stabilität und eine nachhaltige Geschäftsentwicklung sichern“, sagte Ubenauf. Als positive Beispiele führte er die Zusammenarbeit mit dem Sportartikelhersteller Nike und der Deutschen Bank an. „Seit 2010 arbeiten wir als bevorzugter Dienstleister für Messedienstleistungen, Bühnenbau, Werbegestaltung und Eventdekoration für die Deutsche Bank. In den letzten Jahren haben wir immer mehr Aufgaben übernommen, unter anderem die Verwaltung des kompletten Event-Inventars“, so der Unternehmensvorstand.

Mit Standortausbau Wachstum forcieren

Der Standortausbau in den USA habe sich ebenfalls zu einer riesigen Erfolgsstory für satis&fy entwickelt. „2012 haben wir eine Niederlassung in Portland aufgebaut, um in der Nähe des Nike Headquarters zu sein“, legte Ubenauf dar. Die Umsatzziele seien damals bereits nach sechs Monaten deutlich übertroffen worden, der Mitarbeiterstamm schnell von drei auf 15 Mitarbeiter angewachsen. Seit Anfang des Jahres unterhält satis&fy auch ein Büro in Brasilien, insbesondere um das laufende Geschäft während der Fußballweltmeisterschaft abzuwickeln. „Brasilien ist  im Aufwärtstrend, da wollen wir natürlich nicht fehlen“, begründete der Vorstandschef das Engagement in dem südamerikanischen Land. Zudem sei es aufgrund der dortigen legislativen Anforderungen mit einem Standort vor Ort leichter, Geschäfte abzuwickeln. In 2016 steht mit Olympia ein weiteres Großereignis ins Haus von dem sich der  Eventdienstleister eine gute Auftragslage erhofft. Auch hierzulande wird der Standortausbau vorangetrieben. Im Mai eröffnete satis&fy ein Produktionsbüro im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg mit dem Ziel, die Geschäftsaktivitäten in der Hansestadt auszubauen und Neukunden zu akquirieren.

Wachstumschancen nutzen

Anfang des Jahres schloss Ubenauf in einer Rede vor Mitarbeitern nicht aus, dass es „möglicherweise zukünftig zu strategischen Akquisitionen kommen kann, um uns nachhaltig als einer der führenden Player in der Branche zu positionieren, aber nicht um jeden Preis“.  Mitte des Jahres steht nun fest: satis&fy und die Lightcompany aus Neuss tun sich zusammen. Vor zwei Monaten unterzeichnete satis&fy einen Letter of Intent mit dem Neusser Unternehmen für Veranstaltungstechnik, das 2013 mit 35 Mitarbeitern einen Umsatz von fünf Millionen Euro erzielte. Ende Mai soll die rechtliche, finanzielle und wirtschaftliche Umsetzung endgültig geklärt sein. Durch den Zusammenschluss gewinnt satis&fy  insbesondere in den Bereichen Licht, Kinetik, Ton, Bühnenbau und Planung an wertvollem Know-how. Eine stärkere regionale Präsenz und größere Materialressourcen sind weitere schlagkräftige Argumente für das Unternehmen, den Integrationsprozess voranzutreiben.

Gemeinwohl- und Finanzbilanz – ein Gegensatz?

Als Unternehmen hat satis&fy die Chance, zu gestalten und zu bewegen. „Wir müssen der  Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeitern, unserem Kapital und dem Gemeinwohl nachkommen, um satis&fy für die kommenden Generationen zukunftsfähig zu machen“, zeigte sich der satis&fy-Vorstand engagiert. Der schlichte Wunsch nach Größe könne nicht der Weg  zum Ziel sein. „Uns treibt nicht die Gier nach Profit. Wir wollen unsere Dienstleistung nicht allein an unseren finanziellen Erfolgen messen lassen, sondern auch daran, wie fair, loyal, nachhaltig und integer wir handeln“, so Nico Ubenauf. Nun veröffentlichte satis&fy als Pionierunternehmen der Eventbranche auf freiwilliger Basis seine erste Gemeinwohlbilanz, die nicht den finanziellen, sondern den ethisch-sozialen Wert einer Firma beurteilt und das  Unternehmen anhand von 17 Indikatoren wie ökologische Nachhaltigkeit, demokratische Mitbestimmung und gesellschaftliche Transparenz bewertet. Ubenauf sieht in der Bilanz eine tolle Möglichkeit, Firmen auf ihr Gemeinwohlverständnis zu prüfen. Man müsse allerdings bereit sein, „die Hosen runter zu lassen“. Gut abgeschnitten hat satis&fy in den Bereichen „Ethische Kundenbeziehungen“, „Soziale Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen“ und „Gemeinwohlorientierte Gewinnausschüttung“. Spielraum gibt es unter anderem bei den Themen „Gesellschaftliche Transparenz und Mitbestimmung“ und „Ethisches Finanzmanagement“. Die Auditoren der Gemeinwohlökonomie attestierten „eine überdurchschnittlich hohe Bereitschaft im Unternehmen, sich mit den eigenen Prozessen und Vorgehensweisen kritisch auseinanderzusetzen, ohne dabei den Stolz auf und die Freude an der eigenen Tätigkeit zu verlieren“. „Für uns schließen sich Gemeinwohl und Wirtschaftsinteressen nicht gegenseitig aus. Beide Dimensionen sind vereinbar“, so der Firmenchef, und weiter: „Wir müssen uns jetzt selbst in die Pflicht nehmen und die in der Gemeinwohlbilanz gesetzten Ziele umsetzen.“ 2016 wird das Unternehmen voraussichtlich seine zweite Gemeinwohlbilanz vorlegen.

Strategischer Ausblick

„Wir sind zuversichtlich, dass wir auch in der zweiten Jahreshälfte den Wachstumskurs fortsetzen können und unserem Ziel, gesund und stabil zu wachsen, näher kommen werden“, sagte Ubenauf. Er betonte, dass kaum ein Unternehmen in der Eventbranche in den letzten Jahren eine solche rasante Entwicklung wie satis&fy erlebt habe. Das Unternehmen gehört zu  den erfolgreichsten Dienstleistern im Event Business und wird eindeutig als einer der  Marktführer wahrgenommen, was auch Herausforderungen mit sich bringt. „Früher konnten wir uns stärker damit auseinandersetzen, was wir besser oder anders machen sollten als unsere Mitbewerber, um erfolgreich zu sein. So haben wir es an die Spitze geschafft. Diese Position zu verteidigen und auszubauen, ist ungleich schwieriger, denn die Messlatte wird immer mehr an unser eigenes Handeln gelegt, als an das unserer Wettbewerber“, führte Ubenauf abschließend aus.

Über satis&fy

Die satis&fy AG Deutschland mit Sitz in Karben und weiteren Standorten in Werne (NRW), Berlin, München, Hamburg, Hilversum (NL), Portland (USA) und Sao Paulo (BRA) ist einer der führenden europäischen Anbieter für Veranstaltungstechnik. Das 1993 gegründete Unternehmen beschäftigt heute mehr als 400 Mitarbeiter und verfügt über einen der größten und modernsten Fuhr- und Materialparks der Branche. Mit ihrem Konzept der „one-stop-solution“ ist satis&fy auf die ganzheitliche technische Beratung, Planung und Umsetzung professioneller Veranstaltungen und Messen spezialisiert.

Quelle bzw. Informationen von:

D-61184 Karben
satis&fy AG
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