Peter Maffay Tour: ´Begegnungen - eine Allianz für Kinder`
vom 09.05.2007 veröffentlicht über meinMemoMit seiner aktuellen Tour „Begegnungen - Eine Allianz für Kinder” verwirklichte Peter Maffay sein wohl ehrgeizigstes internationales Projekt.
Mit seiner aktuellen Tour „Begegnungen – Eine Allianz für Kinder” verwirklichte Peter Maffay sein wohl ehrgeizigstes internationales Projekt. Auf Reisen um die ganze Welt traf er in Korea und der Ukraine, in Schweden und Südafrika, in China und Peru, in Süddakota, Afghanistan, Indien und in vielen weiteren Ländern Sänger und Musiker, die sich jeweils in ihrem Land für Kinder engagieren. Vierzehn dieser Künstlerinnen und Künstler aus dreizehn Staaten sind jetzt mit Maffay in Deutschland unterwegs - eine künstlerische Synthese, die mehr repräsentiert als nur die Summe ihrer einzelnen Elemente. Auch die eingesetzte Technik ist hochkarätig. Lichtdesigner GünterJäckle vertraute bei seiner Spezifizierung für die Tour auf Produkte von MA Lighting, Vari*Lite, Robert Juliat und Rainbow.Mit seinem Design greift Günter Jäckle die Internationalität der Show auf. „Wir haben, ähnlich wie bereits 1998, fünf Bühnen, welche die fünf Kontinente repräsentieren.“ So sind um eine runde Hauptbühne vier kleinere runde Stages sternförmig gruppiert. Alle Bühnen sind als Centerbühnen in der Mitte der Halle platziert. „Der Videoeinsatz ist sehr groß. Über der Hauptbühne haben wir acht einrollbare Leinwände angebracht, die via beaMover bespielt werden. Aufgrund der Transparenz der Screens sind Bilder und Filme sowohl für das Publikum in großer Entfernung als auch für den Zuschauer in unmittelbare Bühnennähe, unter dem Leinwandkreis, gut zu erkennen“, so Jäckle. Beim Bühnenkonzept war das Logo der aktuellen CD dominierend. „Wir haben den mittleren Teil des Logos auf die Hauptbühne aufgebracht. In Zusammenhang mit den vier kleineren Bühnen ergänzt es sich zu einem Ganzen.“ Die mit LEDs beleuchteten Bogentraversen über der Bühne spiegeln diese Anordnung wieder. Sie erinnert an ein vierblätteriges Kleeblatt. „So zeigen sich die Plattformen trotz ihrer Verteilung im Raum als Ganzes, die Traversen unterstreichen dieses geschlossene Bild.“ Auf der mittleren Bühne ist darüber hinaus eine drehbare Plattform angebracht, auf der sich das Drumset befindet. Mittels vier Kettenzügen lässt sich die ganze Konstruktion von der Bühne heben oder wieder auf diese herablassen. Das gesamte Konzept wurde über grandMA 3D ausgearbeitet und visualisiert. „Ich verwende anstatt Vorprogrammierung lieber den Begriff Vorarbeiten“, erklärt Jäckle, „Bei den Bandproben sind wir außerdem mit unseren grandMA-Pulten vier Tage vor Ort gewesen. So haben wir jede Strophe, jeden Refrain verinnerlicht. Das ist bei der Show eine großer Vorteil, gerade wenn ich aktiv das Licht steuere.“
„Wir müssen im Prinzip einen Spagat zwischen gutem Licht für das Publikum und gutem Licht für die Kameras machen“, erläutert Jäckle. „Dabei kommt es häufig darauf an, so exakt wie möglich zu arbeiten, da das Licht durch die Screens über der Bühne eingeschränkt wird.“ 44 x VL3000 Spots fungieren als Hauptlampen, dazu kommen noch 34 x Martin Mac TW1. Für die Beleuchtung der Bogentraversen setzt Jäckle 60 x LED Spot 4 Channel RGBW ein. Als Verfolger dienen acht Robert Juliat Cyrano, die jeweils in Zweiergruppen in der Halle verteilt sind. Außerdem sind im Rigg noch 22 Rainbow 8-Lite Farbwechsler untergebracht, die über fünf Rainbow Maxi PSU versorgt werden. Angesteuert wird das Licht über drei grandMA full-size zusammen mit drei MA NSPs. Neben André Bress, der für die Moving Lights als Operator zuständig ist, bedient Jäckle von seinem Pult aus das konventionelle Licht.
„Beim Video arbeiten wir mit zwei Ebenen“, erklärt Video-Regisseur Volker Scherz, „Das gibt mir die Möglichkeit, Bilder ineinander zu faden. Insgesamt sind während der Show acht voll digitale Kameras im Einsatz, sprich das Signal geht aus der Kamera direkt in unser digitales Mischpult. Bei den Einspielern auf die Screens bin ich auf diese Weise sehr flexibel, was die Bildauswahl angeht. Für die Projektion verwenden wir beaMover. Sie ermöglichen es uns, die Projektoren wesentlich schneller beim Aufbau auf die Leinwände einzustellen.“
Neben den Kameras hat Scherz noch Zugriff auf zwei MA mediaPCs mit grandMA video. Bernd Fischer ist neben der Bildtechnik als Operator an seiner grandMA full-size für die Server tätig. „Es ist das erste Mal, dass ich mit einer grandMA einen Medienserver ansteuere. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit war ich aber bereits im Thema und habe schnell festgestellt, wie leistungsfähig grandMA video ist. Allein die Möglichkeit, den Server-Content auf dem Pult darzustellen, ist ein großer Vorteil. „Während Maffays Reisen entstanden Videos und Bilder für die Show. Der Heidelberger Fotograf Franz Schlechter und „Die Gestalten“ aus Berlin realisierten den Content. Thematisch an den jeweiligen Künstler angepasst, vermittelt dieser Eindrücke von Land und Leuten. Dabei erfolgt die Bespielung der Leinwände unterschiedlich: „Wir haben die Screens in gerade und ungerade Nummern aufgeteilt. Die Geraden erhalten das eine Signal, z. B. ein Foto, die Ungeraden das zweite Signal, z. B. ein Livebild,“ so Fischer. Die aktuelle Produktion endet nach einer Tour durch 15 Städte in Nürnberg.