Detmold Spezial im März 2008
vom 06.02.2008 veröffentlicht über meinMemoChango Spasiuk ist einer der wichtigsten Vertreter der neuen argentinischen Volksmusik. Grundlage seines Schaffens ist Chamamé, die traditionelle Musik seiner Heimat, der nordargentinischen Region Misiones.
Klangkosmos
Weltmusik
Chango Spasiuk ist einer der wichtigsten Vertreter
der neuen argentinischen Volksmusik. Grundlage seines Schaffens ist Chamamé,
die traditionelle Musik seiner Heimat, der nordargentinischen Region Misiones. Der Chamamé ist eine wilde Musik. Er kommt aus
einer wilden Landschaft, wo Regenwälder, Flüsse und Wasserfälle, heiße
Temperaturen und regelmäßiger Regen, Frauen und Männer in einer ständigen
Liebesaffäre, aber auch einem Kampf mit der Natur stehen. Der 6/8 Rhythmus des
Chamamé entstand über drei Jahrhunderte, er basiert auf afrikanischen Wurzeln,
wurde aber beeinflusst von Kreolen und Guarani Indianern. Es waren allerdings
die europäischen Siedler, die das Hauptinstrument des Chamamé mitbrachten, das
Akkordeon. Der Chamamé war zunächst eine ländlich geprägte Tanzmusik.
Chango Spasiuk ist ein
Botschafter des Chamamé, der seine Kindheit in Misiones mit dem Akkordeon
verwachsen ließ. Chango Spasiuk ist sehr
experimentierfreudig, was seine Musik angeht: bäuerliche Polkas, deftige
Rancheras, lebenslustige Schotis und schnelle Rasguidos Dobles wechseln sich
ab. Chamamé kann gleichzeitig fröhliche und traurige Musik sein, mit Gefühl und
einem eigenen Swing.Lauscht man seinen
Soundkaskaden, beginnt man ohne Umschweife ein Gefühl für die Lebenssituation
und -umwelt des Nordosten Argentiniens zu entwickeln und ist urplötzlich ganz,
ganz nah dran an den erdigen Tanzböden von Misiones.
Freitag, 07. März 2008,
20:00 Uhr, Aula der Alten Schule am
Wall, Detmold, Paulinenstr. 19, (Eingang Residenz-Hotel)