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Rückblick – Die ersten 150 Tage Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft

Ende Oktober des vergangenen Jahres wurden in Berlin die Vertreter:innen der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft gewählt und der Forderungskatalog an die Politik übergeben. Was ist seitdem passiert?

24 Monate mehr oder weniger Arbeitsverbot für eine Branche mit über einer Millionen Erwerbstätigen – die Sorgen und Nöte sind bei allen Beteiligten groß. Und gerade jetzt, mit dem langsam wieder Anlaufen von Events, Messen und anderen Veranstaltungen, wird deutlich, welchen »Flurschaden« die Pandemie hinterlassen hat. Das Eigenkapital der meisten Unternehmen ist aufgebraucht. Mitarbeitende müssen nach fast zwei Jahren in der Kurzarbeit wieder in Arbeitsabläufe integriert werden, fast die Hälfte der Mitarbeitenden und Soloselbstständigen sind in scheinbar sichere Branchen abgewandert. Netzwerke müssen neu aufgebaut und Investitionen getätigt werden. Und und und.

Nie wieder die vergessene Branche!

– das ist das Ziel der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft. In regelmäßigen Telefonkonferenzen mit Regierungsvertretern auf Landes- und Bundesebene wird berichtet, ob und wie welche Unterstützungen funktionieren und wie nachgebessert werden sollte.

Bisher wurden so rund 45 Telefonkonferenzen mit den Vertretern der SPD – u. a. auch mit dem Kanzleramt –, der Grünen, der CDU, der FDP und der Linken geführt und sicher 150 Einzeltelefonate und mehr als 500 E-Mails versendet. Immer wieder wird auf den bedrohlichen Fachkräfteschwund aufmerksam gemacht.

Und die Beharrlichkeit zeigt Wirkung. Ganz deutlich wurde das, als bei der Anhörung zur Verlängerung des Kurzarbeitergeldes im Bundestag Mitte Februar die Sprecher:innen jeder Fraktion unisono von der bedrohlichen Situation der Veranstaltungswirtschaft sprachen.

Inzwischen darf sich die Branche über erste Anzeichen einer deutlichen Wiederbelebung des Veranstaltungssektors freuen. Doch: Damit sind die in den letzten 24 Monaten entstandenen Schäden nicht auf einmal weg. Viel mehr können wir als Branche erst jetzt ein halbwegs vollständiges Bild der Schäden zeichnen. In der gesamten Veranstaltungswirtschaft sind – trotz aller Hilfsprogramme – erhebliche Schäden in den Bilanzen, in den Reserven und bei den Fachkräften entstanden. Jetzt einen Investitions-Kredit für wichtige Neuanschaffungen zu erhalten, ist für viele Unternehmen aus der Branche kaum möglich. Zusätzlich müssen wir derzeit erhebliche Beschränkungen und Preissteigerungen an unseren Beschaffungsmärkten verzeichnen.

Deswegen wird weiterhin ein Ausfallfond für wirtschaftsbezogene Veranstaltungen benötigt. Damit die Branche nach dem Ende der Pandemie wieder Fahrt aufnehmen kann, fordert die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft außerdem ein Investitionsprogramm. Dieses muss unbedingt der Gewinnung alter und neuer Mitarbeitenden sowie Soloselbstständiger dienen. Und weiterhin setzen wir uns dafür ein, dass ein:e Beauftragte:r für die Veranstaltungswirtschaft festgelegt wird.

Die nächste Bundeskonferenz wird im Herbst in Berlin stattfinden. Abonniert unseren Newsletter und unsere sozialen Medien, um immer up-to-date zu sein!

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