Heike Melba Fendel

Eventagenturchefin Heike-Melba Fendel schreibt Roman

Lesedauer 3 Minuten

Die Berlinale ist nicht nur eines der bedeutendsten der vielen Events der Welt, sondern auch ein großer Jahrmarkt der Eitelkeiten. Das Filmfestival jedoch in seiner Bedeutung darauf zu beschränken, wäre nicht richtig. In Berlin geht es auch immer um Inhalte und Politik. So ist eine Frontstadt eben.

Heike-Melba Fendel gehört zu den spannendsten Unternehmerinnen deutschlands

Heike-Melba Fendel ist Mitbegründerin der Agentur Barbarella, deren Existenz sie im letzten Jahr zum 25-jährigen gerade in Berlin heftig feierte. Die Hautevolee der Schauspieler- und Kulturszene war mit von der Party. Barbarella Entertainment ist so ein Zwitter. Die Firma ist einerseits Eventagentur und andererseits vermittelt und betreut sie Schauspieler und Moderatoren: darunter viele Schauspielerinnen und Moderatorinnen. Die Mitgründerin und Inhaberin Heike-Melba Fendel gehört zu den spannendsten und intelligentesten Unternehmerinnen, die wir in Deutschland aufzubieten haben. Elegant und sexy intelligent, wie sie nun mal ist, kommentiert sie Szene und Zeitgeschehen in diversen Kolumnen. Man kann sich bei der Lektüre ganz wunderbar amüsieren. Man taucht dabei nicht unter Niveau.

„Zehn Tage im Februar“

Cover Zehn Tage im Februar von Heike-Melba Fendel

Mit „Zehn Tage im Februar“ hat Heike-Melba Fendel einen autobiografisch durchscheinenden Roman vorgelegt.

Mit „Zehn Tage im Februar“ hat sie jetzt einen autobiografisch durchscheinenden Roman vorgelegt. Der beleuchtet die großen Filmfestivals von innen und das über einen Zeitraum von 30 Jahren. Heike-Melba Fendel hat wie ihre Protagonistin journalistisch angefangen damals in den wilden Achtzigern hat man oder Frau das einfach so gemacht. Damit konnte man bis nach Cannes kommen.

Heike-Melba Fendel gibt Insiderwissen über diese Events weiter, das wie in einem Roman üblich, auch mal erfunden sein kann. Aber es könnte auch eben wirklich so sein!

Auch der inner Plot ist natürlich von Filmen angetrieben. Die nicht nur cineastische, wiederholte Begegnung mit der neuseeländischen Filmemacherin und Oscar-Preisträgerin Jane Campion ist einer der zwei Erzählstränge, neben einer nicht ganz so wichtigen Mannfraugeschichte. Der Mann bleibt unbenannt. Wesentlich ist die Begegnung mit dem Kino und seinen großen Events und Melba Fendels Fähigkeit in die Sofaritzen des Betriebes zu leuchten, die die Qualität des Romans ausmacht. Hier erfährt man tatsächlich das, was die Filmwelt im inneren zusammenhält. Da finden sich viele kleine leckere Häppchen, die die Autorin aufwarten lässt, um in der kulinarischen Sprache des halbfaktischen Festivaldirektors zu bleiben. Chef Kosslik wird das Buch mit dem ihm eigenen Humor nehmen. Fettnäpfchen nimmt er wie ein Vollblut beim Parcours oder wie ein Feinschmecker, der auch deren Abgang am Gaumen liebt.

Die richtige Begleitlektüre zur Berlinale

Berlinale 2017

Der Roman ist die richtige Begleitlektüre zur Berlinale.

Es wird klar, welche Hauptrolle der Film („Barbarella“ sic) im Leben einer Frau spielen kann. Barbarella Entertainment richtet den Hessischen Filmpreis und den Theateroscar, den Faust, schon lange aus. Jahr für Jahr. Und wer sonst? Ich kenne keine andere Eventagentur, die solch kniffligen Kommunikationsaufgaben derart stilvoll gewachsen ist. Intelligenz ist sexy. Hat es dafür noch eines Beweises bedurft? „Zehn Tage im Februar“ ist so einer. Ich habe das Buch in einem Rutsch und mit großem Vergnügen gelesen: Der Roman ist die richtige Begleitlektüre zum gerade eben begonnen Berlinale Festival.