Eventmoods Teambuilding und Sommerfeste

Ein Exkurs in die Geschichte des Teambuildings

Gemeinsam sind wir stark: Vor allem Sportler und Unternehmer wissen, dass ein perfekt aufeinander abgestimmtes Team, in dem jeder seine individuellen Stärken einbringt, meist die besten Ergebnisse liefert. Doch wann und vor allem warum sind wir Menschen eigentlich auf die Idee gekommen, unsere Probleme gemeinsam zu lösen? In unserer aktuellen Ausgabe der Eventmoods haben wir einen Exkurs in die Geschichte des Teambuildings unternommen, den wir den Lesern unseres Blogs nicht vorenthalten wollen.

Die Evolution ist Schuld. Das ist sie eigentlich immer, wenn die Frage nach irgendwelchen menschlichen Verhaltensweisen gestellt wird. Und natürlich finden wir unsere Antwort auch in diesem Fall dort. Der Mensch ist nun mal als soziales Wesen geboren. Als Herdentier, das sich Anerkennung wünscht, die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und Sicherheit.

Primaten-Forscher fanden in verschiedenen Versuchen heraus, dass das Verhalten freilebender Menschenaffen in Gruppen von Kooperation und gegenseitigem Geben und Nehmen bestimmt ist. Das war auch bei unseren Vorfahren, den Neandertalern, schon so. Wollten sie in der lebensfeindlichen Umgebung der Steinzeit bestehen, mussten sie zusammenarbeiten. Sie gingen zusammen auf die Jagd, zogen gemeinsam den Nachwuchs groß und beschützten sich vor den Gefahren, die hinter jeder Ecke lauerten. Wer auf sich allein gestellt war, verhungerte, wurde gefressen oder erfror. Gewissermaßen war die Jagd auf rund zwölf Tonnen schwere Mammuts also eine der ersten Teambuilding-Maßnahmen der Menschheitsgeschichte.

Mit Teambuilding-Maßnahmen zum Weltwunder?

Dieses Grundkonzept blieb im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende bestehen, auch wenn es sich in seiner Ausprägung ständig veränderte. Viele Historiker sagen, dass die Pyramiden in Ägypten, wie wohl die meisten monumentalen Bauten dieser Zeit, nur mit konsequenter Teamarbeit verwirklicht werden konnten. Ein ganzes Heer von Architekten und Handwerksmeistern plante den Bau, kümmerte sich um Ausführung und Logistik und schuf so innerhalb von oft mehreren Jahrzehnten Weltwunder, die die Jahrtausende überdauerten. Ob die Baumeister von damals zum Teambuilding vorher gemeinsame Bootstouren auf dem Nil veranstaltet haben?

Im Mittelalter legten Teamarbeit und Teambuilding eine Pause ein. Also springen wir einfach ein paar Hundert Jahre weiter bis an die Schwelle zur Neuzeit, als die Wissenschaft einen nie für möglich gehaltenen Aufschwung erlebte. Auf Einladung der Royal Society of London schlossen sich Ende des 17. Jahrhunderts kluge Köpfe aus allen Ländern zusammen, tauschten Ideen aus und arbeiteten gemeinsam an der Zukunft – alles im Sinne des Fortschritts.

Im Team das Beste aus sich herausholen und gemeinsam Höchstleistung erzielen

Dieser Fortschritt war es, der der Teamarbeit bald einen Dämpfer versetzen sollte – zwischenzeitlich zumindest. Die industrielle Revolution brachte zum Zwecke der Effizienzsteigerung Fließbänder, Stechuhren und Arbeitsteilung mit sich. Der Arbeitnehmer hatte im Produktionsprozess meist nur eine einzelne Aufgabe zu erfüllen und wurde damit zu einem kleinen Rädchen im großen Getriebe degradiert. Kein Wunder, dass die Menschen damals schnell genug davon hatten und bald wieder das Miteinander in den Vordergrund stellten.

Im Laufe der Zeit folgten verschiedene Studien, die abwechselnd mal die Vorteile und mal die Nachteile von Teamarbeit beweisen wollten. Der französische Agraringenieur Maximilian Ringelmann zum Beispiel fand 1882 heraus, dass zwei Pferde, die eine Kutsche ziehen, gemeinsam weniger als das Doppelte der Leistung eines einzelnen Pferdes erbringen. Weil ihn diese Erkenntnis überraschte, führte er seine Forschungen fort und übertrug sie auf den Menschen und dessen Arbeitskraft. Hier ließ er Männer im Tauziehen gegeneinander antreten und das Ergebnis war dasselbe. Maximilian Ringelmann folgerte daraus: „Je größer eine Gruppe, umso weniger wird die individuelle Leistung wahrgenommen. Entsprechend sinkt der individuelle Einsatz.“ Was der gute Herr Ringelmann damals nicht wusste: Moderne Teambuilding-Maßnahmen zielen darauf ab, Ihre Mitarbeiter genau in solchen Situationen zusätzlich zu motivieren – damit jeder sein Bestes geben kann und vor allem auch will.

Mitte des 20. Jahrhunderts war Teamarbeit plötzlich ein großes Thema

Die beiden Harvard-Professoren Elton Mayo und Fritz Jules Roethlisberger kamen Anfang der 1930er in ihrer berühmten Hawthorne-Studie zu dem Schluss, dass menschlich-soziale Beziehungen wichtig für die Produktivität von Arbeitern sind. Damit ebneten sie den Weg für die Human-Relations-Bewegung, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und ein Mehr an Kooperation und Miteinander einsetzte. Gleichzeitig legten sie damit den Grundstein für Teambuilding und Teamarbeit in Forschung und Industrie. Es sollte nicht lange dauern, bis beides im öffentlichen Fokus stand.

Für das Manhattan-Projekt versammelte die US-Regierung während des Zweiten Weltkriegs zeitweise bis zu 100.000 Wissenschaftler und Ingenieure aus den verschiedensten Disziplinen, um unter großem Zeitdruck die Atombombe zu entwickeln. Ein schönes Beispiel für gelungene Teamarbeit war dagegen das Mondprogramm in den 60ern, bei dem die USA alle Ressourcen darauf konzentrierten, als erste Nation einen Menschen auf den Mond und sicher wieder zurückzubringen. Mit Erfolg, wie jeder weiß.

Die Auswahl an außergewöhnlichen Teambuilding-Events ist groß

Auch heute noch wird der Nutzen von Teamarbeit kontrovers diskutiert. Die Verfechter sagen, dass Teamarbeit ein positives Arbeitsklima schaffen, Kommunikation und Prozesse verbessern und ein Maximum an Kreativität aus den Teammitgliedern heraus kitzeln könne. Die Kritiker antworten, dass Teamarbeit selten zielgerichtet sei und dass viele Menschen dazu neigten, sich im Team zu verstecken und ihr Potenzial nicht einbringen. Wir meinen: Mit Teambuilding können Sie sowohl die Stimmung Ihrer Mitarbeiter als auch deren Kommunikations- und Team-Fähigkeiten verbessern. Die Auswahl an verschiedenen Möglichkeiten ist groß und reicht vom Ausarbeiten einer Zirkus-Show über einen Kochkurs bis hin zu Paintball oder Wildwasser-Rafting. Wer der Sache gegenüber aufgeschlossen ist, für die passenden Rahmenbedingungen sorgt und sich die richtigen Kollegen mit ins Boot holt, wird mit Teambuilding und Teamarbeit sicher große Erfolge erzielen.