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Breaking en Détail

ACHTER – Hat nichts mit der Königsdisziplin im Rudersport zu tun. Der sogenannte 8-Count fasst beim Tanzen den 4/4-Takt der Musik in acht Zählzeiten zusammen.

BACKSPIN – Fast so alt wie eine durchschnittliche Schildkröte und auch optisch verwandt: Der »Backspin« ist eine der Grundbewegungen im Breakdance, bei der sich auf dem Rücken wie auf einem Schildkrötenpanzer gedreht wird.

BATTLE – So martialisch, wie es klingt. Die Schlacht der irren Tricks und Tanzmoves im Breaking, Trashtalk und obszöne Gesten inklusive.

B-BOY/B-GIRL – Die korrekte Anrede für Breakdancer und Breakdancerinnen, die sich von «Break«, dem gesangslosen und instrumentalen Teil eines Songs, herleitet.

CYPHER – Nicht zu verwechseln mit dem Cyber(space) oder Cyber(punk). Der Cypher bezeichnet einen Kreis, vorzugsweise im Club oder auf ähnlichem Tanzparkett, in dem Freestyle getanzt wird. In den 1970er Jahren ist hier das Breaking entstanden.

FLARE – Nicht verwandt mit dem Begriff »Flair«. Die aus dem Turnen entlehnte Kreisbewegung, bei der man die gespreizten Beine auf den Händen um die eigene Achse schwingt, kann dem Tanzstil trotzdem eine persönliche Note verleihen.

FREEZE – Der Inbegriff der Coolness. Der Freeze ist eine eindrucksvolle Pose, eiskalt serviert als Highlight oder Abschluss einer Abfolge von Tanzschritten.

HEADSPIN – Perfekt in jedem Werbespot für Aspirin. Nur die Frisur sitzt nach der Drehung auf dem Kopf nicht unbedingt.

LOCKING – Scooby Doo trifft Skeeter Rabbit. Bei diesem Tanzstil sind alle Bewegungen groß, teilweise übertrieben und an Cartoon-Figuren angelehnt.

POPPING – Hier knallt es, vor allem in den Muskeln. Beim Popping werden Körperteile schnell an- und wieder entspannt, was wirkt wie Schläge zum Beat der Musik.

POWER MOVES – Für die akrobatischen Bewegungen im Breaking sind keine Superkräfte eines Power Rangers nötig. Nur Kraft, Ausdauer und Koordination.

PUTZEN – Müssen B-Boys und B-Girls nicht nur ihre Sneaker, sondern manchmal auch die Choreografie. Damit die Performance auf der Bühne dann nicht putzig wirkt.

ROUTINE – Hat hier schon mit Erfahrung, aber weniger mit Gewohnheit zu tun. Im Breaking bezeichnet man so die wiederkehrende Abfolge bestimmter Tanzschritte.

 

Michael Lippold arbeitet eng mit der deutschen Breakdance-Gruppe "The Saxonz" zusammen.

Michael Lippold arbeitet eng mit der deutschen Breakdance-Gruppe „The Saxonz“ zusammen.

SIX-STEP – Der Eins-Zwei-Tap des Breakdance. Diese sechs Schritte sind im Breaking die Basis aller Tanzbewegungen am Boden.

 

Michael Lippold ist gelernter Sozialpädagoge, selbsternannter PR-Manager und eher unabsichtlich zum Künstlervermittler in der urbanen Kunst und Kultur geworden. Wenn er nicht gerade für Festivals kommuniziert, arbeitet er vorwiegend mit der deutschen Breakdance-Formation »The Saxonz« an Shows und Projekten. Besonders spannend findet er dabei, wenn sich urbane Künstler und Artisten und traditionelle Sparten wie Klassik und Jazz, Ballett oder Theater begegnen. Insider nennen Breakdance Breaking.