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Aus gemeinsamem Wertekanon zu einem Brand – Losberger De Boer gibt exklusiven Blick hinter die Kulissen

Im Juli 2017 führte die Bekanntgabe des Erwerbs von De Boer durch Losberger zu einem Aufmerken in der Branche. Durch den Zusammenschluss zwei der großen Unternehmen im Bereich mobiler Raumlösungen entstand weltweit einer der gewichtigsten Anbieter in diesem Markt. Zuvor als Wettbewerber fest verankert, wurde aus Losberger und De Boer die neue Gruppe Losberger De Boer. Die Zelte, Hallen und Container können für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche verwendet werden: für Messen und Events, für den gewerblichen wie industriellen Gebrauch, im kommunalen Bereich oder auch bei der Notfallrettung und Katastrophenhilfe. Die Produktpaletten beider Unternehmen ergänzen sich optimal und ermöglichen eine noch bessere Marktversorgung als seither.

Knapp ein Jahr nach der Zusammenführung haben wir nun einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen können: Denn jeder weiß, solch ein Zusammenschluss bedarf eben auch der Zusammenführung von zwei Marken zu einem Brand, und das sowohl intern als auch extern. Da steckt viel Arbeit dahinter und ein Transformationsprozess, der alle Menschen aller Standorte aller Bereiche nachhaltig involviert.

Wie Losberger De Boer hier vorgeht? Wie die Menschen hinter der Marke diesen Prozess handeln? Und wie sich die doppelte Kraft beispielsweise bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang bemerkbar gemacht hat? Dazu haben wir den Status Quo der Gruppe aus drei Perspektiven eingefangen: Marketing, Vertrieb und Projektmanagement.

Ein Interview, ein Team – Das Marketingteam gibt gemeinsam Einblicke in seine strategische Arbeit

Als wir die nachfolgenden Fragen in die Marketingabteilung gegeben haben, war direkt klar, dass diese im Team beantwortet werden. Die beiden Group-Marketingleiter Dieter Schimmel und Onno Koole steckten die Köpfe mit dem in Bad Rappenau sitzenden Marketingteam rund um Nadja Bredemeier, Katrin Kraft und Tabea Weilbrenner zusammen. Was sie uns alles verraten haben? Los geht´s!

Zwei Unternehmen zu einem Brand zusammen zu führen ist das Eine.  Was bedeutet der Zusammenschluss intern für die Mitarbeiter? Jahrelang waren sie Losberger oder De Boer, nun gehören sie zu einer Gruppe. Wie geht ihr hier als Marketingteam vor, damit sich die Mitarbeiter nun als Losberger De Boer wahrnehmen und verstehen?

Das geschieht im Rahmen eines Markenprozesses, der ganz am Anfang entwickelt und abgestimmt wurde. Er ist jetzt in der Umsetzung mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die das ehemals „Losberger-“ und das ehemals „De Boer-Marketingteam“ nun gemeinsam angehen. Dieser mehrphasige Prozess wird noch eine ganze Weile dauern. Natürlich ist er in unsere Markenführung integriert, die eine wesentliche Rolle bei Losberger De Boer spielt. Da wir alle Marketeers sind, klappt die Zusammenarbeit zwischen uns sehr gut und macht viel Spaß. Die jeweiligen Kulturen und Markenwerte der beiden Unternehmen sind im Übrigen inhaltlich deckungsgleich. Also hervorragende Bedingungen für eine gemeinsame, erfolgreiche Zukunft, auch im qualitativen Bereich.

Welche konkreten Maßnahmen ergreift ihr hier zur internen Zusammenführung des Teams?

Die beiden Group-Marketingleiter stimmen sich untereinander sehr eng ab und ebenso alle Mitarbeiter im Marketing von Losberger De Boer. Zudem gibt es neben dem täglichen Austausch regelmäßig Besprechungen Face-to-Face sowie gruppenweite Teamkonferenzen. Kommunikation ist das A & O.

Welche Überlegungen und Ideen gingen der Namensfindung voraus? Und was war der entscheidende Punkt für „Losberger De Boer“?

Beide Marken sind in ihren Märkten sehr bekannt und genießen eine hohe Reputation. Unsere Kundenzufriedenheit liegt laut NPS* aufs Jahr gesehen bei weit über 80 Punkten. Das ist sehr hoch. Um diesen Goodwill weiter nutzen zu können, war es klar, dass wir die Marke De Boer nicht aus dem Markt nehmen. Stattdessen haben wir die Stärken beider Unternehmen in einer neuen Marke vereint, eben in „Losberger De Boer“.

(*Anmerkung der Redaktion: Der NPS ist der Net Promoter Score (kurz: NPS) und eine Kennzahl, die Hinweise auf die Kundenzufriedenheit eines Unternehmens gibt. Er wird durch eine einfache, standardisierte Kunden-Umfrage inklusive Bewertung und Feedback der Kunden ermittelt und als unternehmensübergreifender, vergleichbarer Messwert dargestellt. Der höchste zu erreichende NPS-Wert liegt bei 100 Punkten.)

Könnt ihr den Zusammenschluss auf der CI-CD Ebene skizzieren – Welche Maßnahmen waren und sind hier entscheidend, damit aus zwei Marken ein Brand wird? Wo steht ihr gerade in dem Prozess und was dürfen wir noch erwarten?

Na ja, wir werden jetzt nicht unsere Markenstrategie und das, was wir als Markenbildungsprozess definiert haben, erläutern. Ein bisschen müssen wir euch und den Markt ja noch überraschen dürfen. Was wir aber sagen können, ist, dass wir eine CI entwickelt haben, die auf jenen der beiden Unternehmen fußt. Eine völlig neue CI wäre in unserem Fall kontraproduktiv, weil wir beide in dem, was und wie wir es machen, erfolgreich akzeptiert sind. So haben wir uns im Markt gegenüber Dritten signifikant differenziert und werden dies auch weiter so betreiben. Das CD als Bestandteil der CI richtet sich selbstverständlich genau danach aus. Das neue Logo, zum Beispiel, vereint sowohl die grafischen wie auch farblichen Elemente beider Marken in reduzierter, durchaus eigenständiger Form. Was ihr neben dem bereits Bekannten noch erwarten dürft, bleibt aber zunächst unser Geheimnis. Nur soviel: Wir sind im Zeitplan, und die Zustimmung zu dem, was wir bisher bereits veröffentlicht haben, ist sehr positiv.

Welche Maßnahmen hat das Marketingteam kreiert, um den Vertrieb in der Kommunikation mit den Kunden so zu unterstützen, dass die Vorteile des Zusammenschlusses nachhaltig transportiert werden können?

 Wir berichten auf allen Kanälen über Losberger De Boer und die Vorteile, mit uns zu arbeiten. Im Übrigen wurden unsere Netzwerke intensiv informiert. Für sie ist die Zusammenarbeit mit „Losberger De Boer“ schon Normalität. Darüber hinaus gibt es intern natürlich einen geführten Informationsprozess, um alle Mitarbeiter in die neue, gemeinsame Unternehmenswelt zu leiten und für den täglichen Umgang mit den Kunden zu rüsten.

Die Zusammenführung und die Umwandlung zu einem Brand gelingt von Innen nach Außen

Apropos Vertrieb: Jeder weiß, dass Marketing und Vertrieb die gleichen Ziele verfolgen, jedoch unterschiedlich agieren. Daher lag es nahe, nach der Marketing- eben auch die Vertriebssicht einzuholen. Hier haben wir mit Detlef Schmitz, Geschäftsführer und Vertriebsleiter bei Losberger De Boer, gesprochen.

Herr Schmitz, wie kommunizieren Sie den neuen Brand „Losberger De Boer“ bei Ihren Kunden und wie reagieren diese darauf?

Unabhängig von unseren Aktivitäten im Bereich Marketing hinsichtlich der Entwicklung eines neuen Logos, eines einheitlichen Webauftritts und vielem mehr, interessieren sich unsere Kunden natürlich für die direkten Auswirkungen des Zusammenschlusses im Tagesgeschäft. Ebenso ist die strategische Ausrichtung des Unternehmens von Interesse. Wir sind immer gerne bereit, ausführliche Informationen hierzu in persönlichen Gesprächen, Vorträgen oder Telefonaten zu geben. Ich glaube, es ist im Interview schon gesagt worden: Kommunikation ist das A & O.

Grundsätzlich sehen unsere Kunden die neue Situation sehr positiv und profitieren von der gemeinsamen, stark erweiterten Produktpalette, den logistischen Vorteilen und internen Synergien.

Wie führen Sie die beiden Vertriebsmannschaften zu einem Team zusammen?

Viele unserer langjährigen Vertriebsmitarbeiter kannten sich bereits vor dem Zusammenschluss von Plattformen wie Messen, Besuchen bei Fachverbänden und vielem mehr. Das Zusammenführen der beiden Teams gestaltet sich in der Praxis als relativ einfach, da die Markenwerte von Losberger und De Boer nahezu identisch waren. Lediglich einige Teile der gewohnten Arbeitsabläufe wurden und werden weiterhin angepasst, um auch im täglichen Betrieb einheitliche Prozesse abzubilden. Auch im Bereich Sales erleben wir eine durchweg positive Stimmung und Freude nun auch die Produkte des ehemaligen Wettbewerbers vermarkten zu können.

Was hat der Zusammenschluss an neuen Aufgaben und spannenden Herausforderungen für Sie mit sich gebracht? Und wie bewerkstelligen Sie diese?

Der Zusammenschluss bietet eine einmalige Möglichkeit „das Beste aus zwei Welten“ herauszufiltern und umzusetzen. Gleichzeitig erlaubt der Blick ehemaliger Konkurrenten hinter die Kulissen der jeweiligen Einheiten auch, etwaige Schwächen leichter aufzudecken, zu beseitigen und Synergien zu finden. Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, neben der für mich persönlich wichtigen täglichen Arbeit mit meinen Kunden und Leistungspartnern, die notwendigen Integrationsmaßnahmen umzusetzen und die für einen ehemaligen De Boer Mitarbeiter teilweise neuen Märkte, Produkte und damit verbundene Möglichkeiten zu nutzen.

Mubea setzte bei seiner Jubiläumsfeier auf das kubische Großzelt „Palas“ der Losberger De Boer Group, um die 100 Jahre Mubea mit allen Gästen auf zwei Etagen gebührend feiern zu können.

Mubea setzte bei seiner Jubiläumsfeier auf das kubische Großzelt „Palas“ der Losberger De Boer Group, um die 100 Jahre Mubea mit allen Gästen auf zwei Etagen gebührend feiern zu können.

Von der projektübergreifenden Sicht auf die konkrete Projektebene

Verbundene Möglichkeiten sind nämlich unser nächstes Stichwort: Denn wir möchten auch Einblicke geben, wie sich die Zusammenarbeit beider Projektmanagement-Teams in einem ganz konkreten Projekt zeigt und welche Synergien hier nutzbar gemacht werden können. Dazu haben wir mit den beiden Projektmanagern Christoph Göbel (ehemals Losberger) und Francis Scholten (ehemals De Boer) über das „Austria House“ Projekt bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang geplaudert, das sie gemeinsam betreut haben.

Wie habt ihr eure Zusammenarbeit erlebt? Wie habt ihr eure Expertisen vereint und nutzbar gemacht?

Christoph Göbel: Während den Olympischen Spielen hat sich das Austria House in den „Place to be“ verwandelt und wurde zum beliebten Treffpunkt für Sponsoren, Sportler, Gäste und Organisatoren aus der ganzen Welt. Hier war unsere gemeinsame Arbeit auf jeden Fall sehr hilfreich. Wir konnten meinen Input aus dem Bereich Wintersport DACH mit Francis´ Expertise von den Großevents aus der restlichen Welt optimal verknüpfen. So haben wir durch unsere verbundenen Kompetenzen und den gemeinsamen Besuch die Stärken von Losberger De Boer konkret umgesetzt und auch sicherlich für potentielle Neukunden sichtbar gemacht.

Francis Scholten: Ja, genau und das haben wir sowohl auf der Produkt- wie auch auf der Eventmanagementseite gezeigt. Wir hatten zudem durch die gemeinsame Arbeit beim Austria House die Möglichkeit, unsere Netzwerke zu teilen, für zukünftige Projekte zu verbinden und zu stärken sowie durch neue Kontakte weiter auszubauen. Wir haben definitiv unsere Leistungsfähigkeit im Gesamten als Group vor Ort live vermittelt. So konnten wir zum Beispiel auch japanischen potentiellen Neukunden demonstrieren, was mit Losberger De Boer möglich ist. Das ist mit Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio eine große Chance für uns gewesen.

Vielen Dank euch allen für eure Antworten und eure Zeit! Ein spannender Weg einer Unternehmensgruppe, der gerade erst gemeinsam begonnen hat. Wie sich die weitere Entfaltung der Brand „Losberger De Boer“ gestalten wird? Wir bleiben dran!

Bei dem „Nederlands Film Festival“ 2017 in Utrecht sorgte die Losberger De Boer Location mit einem Mix aus „Alu Vista und Premier“für den entsprechend glanzvollen Rahmen.

Bei dem „Nederlands Film Festival“ 2017 in Utrecht sorgte die Losberger De Boer Location mit einem Mix aus „Alu Vista und Premier“ für den entsprechend glanzvollen Rahmen.

Von Pyeongchang nach Stuttgart, Den Haag und Berlin – Losberger De Boer live erleben

Die Eventmühlen stehen natürlich nie still und die Projektteams sind kontinuierlich bei den verschiedensten Veranstaltungen weltweit am Werk. Wer sich von den mobilen Eventlocations der Losberger De Boer Group live überzeugen möchte, der kann die Temporärbau-Profis bei folgenden Events antreffen:

18. Internationaler Comic-Salon Erlangen – 31. Mai – 3. Juni 2018 / Erlangen

MercedesCup 2018 – 9. – 17. Juni 2018 / Stuttgart

Volvo Ocean Race Finish The Hague – 24. Juni – 1. Juli 2018 / Den Haag, Niederlande

DATEV Challenge Roth – 1. Juli 2018 / Roth

Turnier der Sieger – 23. – 26. August 2018 / Münster

45. BMW Berlin-Marathon – 16. September 2018 / Berlin