11.10.2011

Überlegene Zivilisation im BMW Museum

Überlegene Zivilisation im BMW Museum

Lange Nacht der Museen am 15. Oktober: Außerirdische „Quassler“ der Münchner Künstlergruppe foolpool besichtigen Autos – und Besucher


In der langen Nacht der Museen werden die Besucher des BMW Museums feststellen, dass nicht nur die BMW der 3er Reihe faszinierend sind, die in dieser Nacht einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden – sondern sie selbst ebenfalls! Denn fünfmal zwischen 19 und 2 Uhr in der Nacht des 15. Oktober tauchen „Die Quassler“ der Münchner Künstlergruppe foolpool zwischen den Ausstellungsstücken auf – drei außerirdische Touristen, die alles gleichermaßen interessant finden auf dem Planeten BMW: die Autos, die Menschen, vielleicht auch den Bodenbelag

 „Die Quassler sehen nicht nur sehr seltsam aus und geben höchst merkwürdige Geräusche von sich“, erklärt Max Auerbach, der zusammen mit Piko Patrik Leins die Geschäfte der fünfköpfigen foolpool-Truppe führt, „sie ticken auch ganz anders als wir. Unsere Sitten und Gebräuche sind ihnen vollkommen unbekannt. Man weiß nie, wie sie reagieren. Irgendwie treten sie aber dennoch in Kontakt mit dem Publikum – und genau aus dieser Spannung zwischen totaler Fremdheit und dann doch überraschend gelingender Annäherung entsteht die Komik.“

Die international aktive Künstlergruppe foolpool ist spezialisiert auf visuelle Comedy. Die Walk Acts, bei denen sich die Künstler unter das Publikum mischen, ebenso wie ihre Bühnenshows kommen fast ganz ohne Worte aus. Die Komik entsteht aus den Kostümen, der Körpersprache, der Interaktion der Artisten untereinander und mit dem Publikum. Die Quassler gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Programmen von foolpool: „Wir spielen sie schon seit acht Jahren“, berichtet Piko Patrik Leins. „Natürlich haben wir die Figuren in der Zeit sehr gut kennengelernt. Aber weil es sich um Improvisationstheater handelt, wissen wir trotzdem nie, was passiert.“

Nur eines ist klar: Die Quassler werden die ausgestellten Wagen der 3er Reihe sicher bestaunen – doch mit einem der Autos fahren werden sie nicht. Weil das den Museumsbesuchern, irdisch oder außerirdisch, nicht gestattet ist? Vielleicht. Weil die Quassler einer technisch überlegenen Zivilisation entstammen und lieber mit ihrem Ufo reisen? Möglicherweise auch das. Ihre Zurückhaltung, was das Autofahren betrifft, könnte jedoch auch noch einen anderen Grund haben: „Sie haben ganz andere Proportionen als menschliche Wesen“, sagt Max Auerbach. „Anders ausgedrückt: Mit den dicken Hinterteilen ihrer Kostüme können sie nicht mal sitzen!“

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