12.10.2010

Musikinstrumentenbau in Deutschland: Branche mit Tradition

Alljährlich auf der Musikmesse ist es zu beobachten: das einträgliche Nebeneinander von Tradition und Innovation in der deutschen Musikinstrumentenbauindustrie. Egal ob große international aufgestellte Unternehmen oder kleine regionale Handwerksbetriebe - die Bandbreite der Firmen ist groß.



Alljährlich auf der Musikmesse ist es zu beobachten: das einträgliche Nebeneinander von Tradition und Innovation in der deutschen Musikinstrumentenbauindustrie. Egal ob große international aufgestellte Unternehmen oder kleine regionale Handwerksbetriebe - die Bandbreite der Firmen ist groß. Genauso groß ist das Verbreitungsgebiet der Produkte. So manch einer staunt, wohin in alle Welt die Instrumente aus einem kleinen Handwerksbetrieb geliefert werden.



Aber nicht nur die Instrumente finden ihren Weg in alle Welt, auch die Marken oder Unternehmen starteten oftmals aus einem kleinen Dorf in Deutschland in die weite Welt, um ein internationales Unternehmen zu werden. Jeder erinnert sich wohl an das Schlagzeug des Beatle Ringo Starr mit dem Schriftzug „Ludwig". Kaum einer weiß, dass die Firma, die maßgeblich an der Schlagzeug-Entwicklung teilhatte, von dem Deutschen William F. Ludwig gegründet wurde. Viele US-amerikanische Hersteller, wie z.B. C.F. Martin & Co., die zu den renommiertesten Herstellern von akustischen Gitarren zählen, haben deutsche Wurzeln. So stammt der Namensgeber Christian Frederick Martin aus dem deutschen Musikwinkel in Markneukirchen. Er emigrierte 1833 in die USA und gründete dort die noch heute bestehende Fabrik.



Dass Tradition ein wichtiger Faktor ist, wenn es darum geht Instrumente zu verkaufen, haben auch die deutschen Verbände erkannt. So bietet etwa der Verein „Musicon Valley" Reisen ins Vogtland/Sachsen und in den „Musikwinkel" rund um Markneukirchen an, der auch heute noch mit rund 120 Unternehmen eine außerordentlich hohe Konzentration von Instrumentenbauern besitzt. Wie lebendig diese Tradition ist und wie innovationsfreudig die Betriebe trotzdem sind, davon kann man sich auch alljährlich auf der Musikmesse in Frankfurt am Main überzeugen. Hier stellen viele dieser kleinen und mittleren Handwerksbetriebe aus, zum Teil schon seitdem es die Musikmesse überhaupt gibt.



Ein weiterer Pfeiler der Präsenz deutscher Handwerkskunst im Bereich Musikinstrumentenbau ist die Verleihung des Deutschen Musikinstrumentenpreises auf der Musikmesse. Der Preis, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verliehen wird, prämiert herausragende Leistungen im Musikinstrumentenbau. Der Pragmatismus der deutschen Instrumentenbauer zeigt sich auch hier: nicht nur die Handwerkskunst, die Bespielbarkeit und die Intonationseigenschaften eines Instrumentes geben den Ausschlag, auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ein Kriterium in der Ermittlung des Sieger-Instrumentes. Dies ist ein weiteres Kriterium, neben der Präzision, Tradition und Handwerkskunst, die den weltweiten Siegeszug deutscher Instrumentenbaukunst positiv beeinflusst hat.



Die Ausscheidungen des Deutschen Instrumentenpreises laufen aktuell und die Siegerinstrumente werden in den Kategorien „Archtop-Gitarre" und „Basstrompete in C mit Zylinderventil" auf der Musikmesse prämiert. Während der Musikmesse präsentieren sich die deutschen Musikinstrumentenbauhersteller einem internationalen Publikum. Die Musikmesse findet vom 6. bis 9. April 2011 in Frankfurt am Main statt. Am letzten Messetag können auch Privatbesucher Musikinstrumente, Noten, Musiksoftware und alles rund ums Musikmachen live erleben.




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