20.06.2011

Ich See Kultur - Band 6-Zylinder begeistert mit A-cappella-Musik

Für Freunde der gepflegten A-cappella-Musik war am Samstag Weihnachten und Ostern zusammen. Das
Quintett "6-Zylinder" aus Münster war im Rahmen von "Ich See Kultur" zu Gast in der Stadtsparkasse in Haltern und
begeisterte das Publikum mit einer unterhaltsamen Mischung aus Musik und Comedy.


Für Freunde der gepflegten A-cappella-Musik war am Samstag Weihnachten und Ostern zusammen. Das Quintett "6-Zylinder" aus Münster war im Rahmen von "Ich See Kultur" zu Gast in der Stadtsparkasse in Haltern und begeisterte das Publikum mit einer unterhaltsamen Mischung aus Musik und Comedy.



Als die Techniker das Licht dämmten und die Musik leise drehten, nestelte Winne Voget, einer der „6-Zylinder“ in der Tasche seines Anzuges. Er zog eine kleine Mundharmonika heraus und blies den Kammerton A. Kurze Stille in der Schalterhalle, die in eine elegante und gemütliche Verkleidung verpackt worden war, dann folgte der Auftakt zu zwei Stunden „guter Laune pur“, wie die A-cappella-Gruppe ihr Ziel formulierte.



Acapulco hieß ihr Programm, von Bruce Springsteen bis zum „Gästebuchblues“, von anspruchsvollen Arrangements bis hin zu aberwitziger Ironie und unendlichem Humor. Henrik Leidreiter, Bassist und Gründungsmitglied, erklärt den Namen so: „Viele Menschen sagten zu uns, ihr macht doch so Acapulco. Gesang ohne Musik. Das Programm ist ein Kompromiss. Wir nennen unser Programm Acapulco, dafür sagt ihr nicht mehr, dass es keine Musik ist.“



Sehr anspruchsvolle Musik


Und Musik ist das, was die „6-Zylinder“ machen, auf jeden Fall. Sehr anspruchsvolle Musik sogar, denn beim a-cappella muss jeder Ton sitzen. Dass die Münsteraner, seit knapp 30 Jahren dabei, diese Art von Musik erst so populär gemacht haben, zeigt, wie sehr sie das rein stimmliche Musizieren verinnerlicht haben.



Dementsprechend locker und leicht führten sie durch ihr Programm, warfen witzige Anekdoten ein, fragten in einer neu interpretierten Form von Sting’s Klassiker „English Man“, was ein Westfale denn in New York wolle und beglückwünschten Haltern zum Topmodel Jana Beller mit einem Lied auf Heidi Klum. Selbstverständlich voller Ironie und Comedy, ohne jedoch albern zu wirken.



Die Musik war die Hauptsache


Denn hauptsächlich ging es ja um Musik, und da gaben sich die „6-Zylinder“ keine Blöße. Jos Gerritschen entfachte bei seinen Soli eine Atmosphäre, die den Songs musikalisch die Krone aufsetzte, der Bass hielt seine Band zusammen und in den Höhen zeigte Matthias Ortmann, seit 2008 dabei, seine Klasse. Thomas Michaelis, der Fünfte im Bunde, sorgte gesanglich wie auch tänzerisch für höchste Unterhaltung.



Die „6-Zylinder“ schafften es, in ihrem verhältnismäßig kleinen „Konzertsaal“ schnell eine gute Bindung zum Publikum zu finden, welches die Band restlos begeistert mit stehenden Ovationen feierte und als Dank einige Zugaben zu hören bekam.



Von Dominik Hassel

halternerzeitung.de

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