22.06.2010

FME-Jahrestagung: Aufbruch nach weit

Die Jahrestagung des Forum Marketing Eventagenturen, die am 08. Juni in Karlsruhe stattfand, war von Aufbruchstimmung geprägt. Beschlossen wurde unter Anderem, eigene Branchenstandards für Nachhaltigkeit zu entwickeln.



Die Jahrestagung des Forum Marketing Eventagenturen, die am 08. Juni in Karlsruhe stattfand, war von Aufbruchstimmung geprägt. Beschlossen wurde unter Anderem, eigene Branchenstandards für Nachhaltigkeit zu entwickeln.



Gestartet ist die Tagung mit einer Key-Note des Architekten und Inszenierers Prof. Uwe Brückner. Unvergessen „sein" Pavillon für das Duale System Deutschland auf der Expo 2000 oder auch der Samsung-Messestand auf der IFA 2002. Aber auch der Stategrid-Pavillon, den er für den Chinesischen Energieversorger auf der Expo in Shanghai konzeptioniert hat, erfreut sich jeden Tag über 18.000 Besucher und am 23. Juni auch über eine FAMAB-Delegation. Kurz und gut: Zu sehen gab es Markeninszenierung vom Feinsten.



Von starken Bildern beeindruckt ging es dann nach einer kleinen Stärkung in „medias res". Beschlossen haben die FME-Agenturen im FAMAB eigene Branchenstandards für Nachhaltigkeit zu entwickeln, da die ISO 20.121, die nachhaltige Events zertifizieren soll und die anlässlich der Olympiade in London zur Verfügung stehen wird, für die Live-Kommunikation unbrauchbar ist. Im Rahmen der ‚ISO 20121 Sustanibility in Eventmanagement' wird jedes einzelne Event zertifiziert, eine Zertifizierung eines Unternehmens ist aber nach diesen Vorgaben nicht möglich.



Auch das Leuchtturm-Projket, mit dem das neu gewählte Präsidium in diesem Jahr gestartet ist, nimmt sehr konkrete Formen an. Wie es aussieht wird Thema einer Pressekonferenz am 21. Juli in Frankfurt sein.



Weiter stehen Qualität und Transparenz weit oben auf der Agenda des FME. Der Qualitätskodex, der seit 2008 für die Mitgliedsagenturen verpflichtend ist, wird um den Aspekt der Nachhaltigkeit ergänzt. Gleichzeitig wird der Umfang des Kodex „eingedampft" um die Praktikabilität noch weiter zu erhöhen.



Abschluss des Tages bot der Besuch der ZKM in Karlsruhe. Das Museum, das an dem Abend für den FAMAB exklusiv geöffnet wurde, zählt zu den Hidden Champs. Es war eines der ersten Museen weltweit, das sich ausschließlich mit Medien-Installationen beschäftigt hat und es schlägt einen breiten Bogen von Installationen des wohl bekanntesten Video-Künstlers Bill Viola über Studentenprojekte der Uni-Karlsruhe bis zum ersten Computer den Konrad Zuse in den 50er entwickelt hat, und der heute noch funktionsfähig ist - wenn auch etwas unhandlich.



Der weitere Abend, der lang wurde, stand ganz im Zeichen von Kommunikation und Networking.


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