30.06.2011

Filmfest München 2011

Filmfest München 2011 Filmfest München / Foto: Bernhard Schmidt

Regisseur Tim Fehlbaum wird auf dem FILMFEST MÜNCHEN für "hell" mit dem Förderpreis Deutscher Film ausgezeichnet / Preise gehen auch an Alina Levshin, Golo Euler und drei weitere Nachwuchstalente


Tim Fehlbaum wurde für sein Spielfilm-Debüt "hell" am Mittwoch (29. Juni) auf dem FILMFEST MÜNCHEN mit dem Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Regie ausgezeichnet. Die Jury, bestehend aus der Schauspielerin Sibel Kekilli, der Produzentin Ewa Karlström und dem Regisseur Hans Steinbichler, sah darin "ein überragendes Regie-Debüt von großer Dichte und handwerklichem Können". Fehlbaum setzte sich gegen neun weitere Kandidaten durch.



Der 1982 in Basel geborene Nachwuchsregisseur studierte bis 2009 an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. In seinem Thriller "hell" schildert Fehlbaum ein Endzeit-Szenario nach der großen Klimakatastrophe. Eine kleine Gruppe Überlebender kämpft sich durch eine ausgedörrte Welt. In dem Film spielen unter anderen Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, Stipe Erceg und Angela Winkler.



In der Kategorie Schauspiel wurden Alina Levshin für ihre Rolle in dem Film "Kriegerin" und Golo Euler für "Kasimir und Karoline" ausgezeichnet. Der Förderpreis Deutscher Film Drehbuch ging an David Falko Wnendt für "Kriegerin", der in dem Film auch Regie geführt hat.



Als beste Nachwuchsproduzenten wurden Benjamin Drechsel und Karsten Stöter von der Berliner Firma Rohfilm ausgezeichnet. Sie erhalten den Förderpreis Produktion für ihren in Botswana gedrehten Film "Der Fluss war einst ein Mensch" mit Alexander Fehling in der Hauptrolle.



"Die Reihe Neue deutsche Kinofilme auf dem Filmfest München ist seit langem ein begehrtes Sprungbrett in die Filmkarriere", sagt Festival-Leiter Andreas Ströhl. "Die jetzt ausgezeichneten Talente haben sich gegen eine enorm große Konkurrenz durchgesetzt. Diese Namen wird man sich merken müssen."



In diesem Jahr konkurrierten 46 aussichtsreiche Nachwuchstalente in den fünf Kategorien des Förderpreis Deutscher Film. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis, gestiftet von der HypoVereinsbank, der Bavaria Film und dem Bayerischen Rundfunk, ist einer der wichtigsten und höchstdotierten Nachwuchspreise in Deutschland.



Die Preisträger in den einzelnen Kategorien:



Förderpreis Deutscher Film REGIE (20.000 Euro): Tim Fehlbaum für „hell“



Die Jury:

„hell“ ist ein überragendes Regie-Debüt von großer Dichte und handwerklichem Können. Tim Fehlbaum schafft mit seiner ersten langen Regiearbeit etwas Außergewöhnliches: ein in Deutschland vernachlässigtes Genre mit extremer Stilsicherheit in der Visualität, mit Spannung und starkem Timing zu einem neuen Anfang zu bringen.



Förderpreis Deutscher Film PRODUKTION (20.000 Euro): Benjamin Drechsel / Karsten Stöter (Rohfilm GmbH) für „Der Fluss war einst ein Mensch“



Die Jury:

Was passiert, wenn aus einer einfachen Idee ein besonderer Film wird, beschreibt die Produktion von „Der Fluss war einst ein Mensch“. Die Produzenten Benny Drechsel und Karsten Stöter sind das Risiko eingegangen, unter unabwägbaren Bedingungen in einem afrikanischen Sumpfgebiet zu drehen. Entstanden ist ein sehr stimmungsvoller Film, der unter die Haut geht und mit einfachsten Mitteln von einer völlig fremden Welt erzählt.



Förderpreis Deutscher Film DREHBUCH (10.000 Euro): David F. Wnendt für „Kriegerin“



Die Jury:

Mit einem verstörenden Gewaltausbruch beginnt „Kriegerin“ und zeichnet ab dann, bis in die letzte Faser dramaturgisch durchdacht, authentische und nuancierte Figuren. Bis zum Schluss hält der Film alles was er verspricht. Seinem herausragenden Drehbuch setzt David Falko Wnendt als Krone eine ebenso exzellente Regie darauf. Extremer Mut, null Klischees und die jungen Schauspieler machen „Kriegerin“ in jeder Hinsicht zu einem Ereignis.



Förderpreis Deutscher Film SCHAUSPIEL WEIBLICH (5.000 Euro): Alina Levshin für „Kriegerin“



Die Jury:

Was für ein Auftritt: als Alina Levshin auf der Leinwand auftaucht, scheint nach fünf Minuten alles klar. Scheint ... denn was sich in der Rolle von Marisa und folglich im Gesicht, in der Sprache und in der Körperlichkeit dieses Mädchens entfaltet, ist buchstäblich atemberaubend. Man kann sich an Alina Levshin und dem gesamten Ensemble nicht satt sehen. Alina Levshin ist ein Versprechen für das deutsche Kino.



Förderpreis Deutscher Film SCHAUSPIEL MÄNNLICH (5.000 Euro): Golo Euler für „Kasimir und Karoline“



Die Jury:



In dem mitreißenden Film „Kasimir und Karoline“ von Ben von Grafenstein erlebt man mit Golo Euler als Kasimir eine Achterbahn der Gefühle. Trauer, Wut, Glück, Verzweiflung, Liebe, Aggression und Selbstzweifel verkörpert Golo Euler wie selbstverständlich inmitten eines wundervollen Ensembles.

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