31.01.2018

Catering im Wandel der Zeit – Trends und Innovationen beherrschen die Branche

Catering im Wandel der Zeit – Trends und Innovationen beherrschen die Branche Karin Wolffrom bereichert seit Januar 2018 das Team von memo-media

Karin Wolffrom gründete im Jahr 2009 mit dem Catering Guide eine Plattform, auf der sich Catering-Dienstleister präsentieren können. Auch werden hier viele wertvolle Tipps über die Branche gefunden. Seit Januar 2018 bereichert Karin Wolffrom als Mitarbeiterin das Team von memo-media und lässt ihre Expertise dort einfließen. Für uns hat sie einen Überblick erstellt, welche Catering-Themen aktuell eine Rolle spielen und beachtet werden sollten.


Messecatering – es geht nicht mehr um Knabbergebäck und Currywurst
Lange wurde bei Messeauftritten an allen Ecken und Kanten gespart, worunter auch das Cateringangebot gelitten hat. Doch seit dem Jahr 2014 erlebt die Messe ein Revival, weiß Christina Herold, Geschäftsführerin von KREATIV Catering & Events GmbH aus Kelkheim: „KREATIV Catering hat sich seit über zehn Jahren auf Messecatering spezialisiert. Dabei lässt sich beim Messecatering ein Wellenverlauf vermerken. Wir selber haben noch vor ein paar Jahren geglaubt, das Thema Messe sei rückläufig und man habe mehr auf andere Kommunikationsmittel gesetzt. Umso mehr freuen wir uns, dass die Messe doch als Gegentrend zur Digitalisierung wieder verstärkt in den Vordergrund rückt. Und wer sich treffen will, um sich zu unterhalten, der muss verpflegt werden.“ So hat sich die Wahrnehmung der Unternehmen geändert, die mit einem Angebot an hochwertigem Catering ein Qualitätsmerkmal setzen. Starke Marken haben einen starken Auftritt und auch das muss sich im Catering widerspiegeln. Die Unternehmen steigern damit die Attraktivität ihrer Stände.
„Die Kunden, die wir betreuen, möchten wieder Gastgeber sein und durch die Auswahl eines hochwertigen Caterings sich bei ihren Gästen bedanken, dass sie den Messestand aufgesucht haben.“ Doch nicht nur für die Kunden greifen Unternehmen tief in die Tasche, sondern auch für die eigenen Mitarbeiter. Catering kann dabei als Mitarbeitermotivation eingesetzt werden, weiß Christina Herold. „Teilweise wird heute sogar für das Mitarbeiter-Catering mehr Geld ausgegeben als für das Kundencatering.“ Und so verwundert es nicht, dass KREATIV Catering nicht nur in der Heimatstadt Frankfurt auf den Messen anzutreffen ist, sondern auch national und international die Kunden betreut. Ob Mailand, Luxemburg, Österreich oder Tschechien – es gibt keinen Ort, an dem die Kunden von KREATIV Catering nicht auf die gewohnte Qualität des Caterers zurückgreifen können.

Digitalisierung
Branchenübergreifend steht die Digitalisierung weit vorne und macht selbst vor gutem Essen nicht halt! aveato Catering beispielsweise wurde bei dem Award zum „Caterer des Jahres 2017“ für deren hauseigenes Digitalisierungskonzept aKitchen, mit dem alle Arbeitsschritte in der Catering-Küche unterstützt werden, ausgezeichnet. Dabei hat aveato Catering mit aKitchen in 17 Jahren ein eigenes, 100 % für die Bedürfnisse eines Caterers maßgeschneidertes ERP-System von der Bestellung bis zum Kundenfeedback entwickelt. Als Teil dieses Projekts mit Start im August 2016 wurde die Küche tablet-basiert mit modernster Technologie digitalisiert. Dadurch gelang es, Qualität und Prozesssicherheit, Deckungsbeitrag und die Arbeitszufriedenheit nachhaltig zu steigern. Alle Prozesse rund um das Catering werden simplifiziert und automatisiert, damit wieder Zeit für das bleibt, worum sich alles dreht: leidenschaftlich und innovativ zu kochen.

Auch bei FPS Catering aus Frankfurt wird Digitalisierung in allen Unternehmensbereichen gelebt. Dabei ist man sich bewusst, dass Digitalisierung nicht nur auf die Erstellung eines Online-Shops reduziert werden darf. Vielmehr werden die Chancen der Digitalisierung auch im Bereich der Außendarstellung wahrgenommen, was bereits mit der Erstellung der eigenen Website und der entsprechenden Suchmaschinenoptimierung beginnt,sodass das Unternehmen möglichst gut und schnell bei Google gefunden wird. Für FPS Catering war die Erstellung des Online-Shops im Jahr 2017 ein wichtiger Schritt, um beim Umdenkungsprozess der Konsumenten mithalten zu können. Verglichen mit der Tourismusbranche, wo eben so gut wie niemand mehr ein Reisebüro betritt, um Flug oder Hotel zu buchen, steigt die Bereitschaft der Kunden, über den Online-Shop das nächste Catering zu buchen. Macht man es richtig, sollte dieser allerdings zu 100 % an die Firmen-IT angebunden werden, sodass sich ein durchgehender Prozess ergibt von der Warenbestellung über Produktion, Lieferung & Logistik bis hin zum Rechnungswesen. Und damit stellt für FPS Catering der Online-Shop ein zusätzlicher Vertriebskanal dar, der vor allem von Bestandskunden positiv angenommen wird und immer mehr an Bedeutung im Unternehmen gewinnt.

Nachhaltigkeit verbindet
Björn Luchterhand führt sein Catering-Unternehmen seit dem Jahr 2012. Nachhaltigkeit hat dabei für ihn seit der Unternehmensgründung schon eine wichtige Rolle gespielt und ist sogar im Firmennamen „Luchterhand Bio-Catering“ verankert. Seit 2015 ist er Mitglied in der Win Charta und in der Kategorie „Green Catering“ bei Catering Guides und arbeitet seit Ende 2017 CO2 klimaneutral. Nachhaltigkeit ist für ihn Überzeugungssache. „Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt für die Zukunft. Wir dürfen nicht immer nur nach dem Profit arbeiten, sondern müssen auch daran denken, der Umwelt etwas zurück zu geben“, ist Luchterhands Überzeugung. Dabei kann er einen Anstieg der Nachfrage nach nachhaltigem Catering verzeichnen. „Mehr kosten darf es aber dennoch nicht. Die Lösung ist dann oft ein einfacheres Catering, mit dem ich den Budgetrahmen einhalten kann.“ Dass Nachhaltigkeit verbindet, hat er vor allem in den letzten Monaten erfahren dürfen. „Wir haben in Stuttgart in letzter Zeit eine große Zahl an Cateringaufträgen erhalten von einer Eventlocation, die sich selbst auch nachhaltig aufgestellt hat und einen Partner suchte, der die gleichen Werte transportiert. Unsere Zusammenarbeit passt perfekt!“, freut sich Luchterhand

Ganzheitliche Eventkonzepte
Seit dem Jahr 2014 spielt bei Rauschenberger Eventcatering die Erstellung ganzheitlicher Eventkonzepte eine große Rolle. Dabei wird dem Kunden nicht nur das Catering angeboten, sondern gleich ganze Eventkonzepte erstellt, die thematisch zum Cateringangebot passen. Das erste Konzept ist dabei aus der Not heraus entstanden, da die Küche des Restaurant CUBE während des Sommers 2014 runderneuert wurde und es galt, das Restaurant dennoch offen zu halten und den Gästen eine besondere Attraktion zu bieten. Und so entstand die Idee zwischen Rauschenberger und decor & more, während dieser Zeit ein Pop Up Restaurant in den Räumen des CUBE entstehen zu lassen. ´Rauschenberger's Supper Club` trifft auf Stuttgarts schönste Baustelle. Das überraschende Ambiente und die unvergleichliche Aussicht bildeten die Grundlage für ein seltenes Vergnügen und wurde im Laufe der Jahre durch viele weitere Konzepte ergänzt. Sei es ´A mysterious Urban Venue`, ´Garden Eden`, ´Buena Vida` oder auch ´Heven Seven Eleven`, Rauschenberger Eventcatering setzt damit ein Zeichen, dass es heute nicht nur auf die Kulinarik ankommt, sondern Kunden immer öfter ein Gesamtkonzept inklusive Dekoration, Ambiente, Beleuchtung etc. buchen möchten. „Die Trends im Catering verändern sich. Es reicht nicht mehr aus, eine hervorragende Qualität der Speisen anzubieten, das können einige. Es geht darum, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten, wirklich alle Sinne anzusprechen und ein einmaliges Erlebnis zu schaffen. Unter der Headline ‚Book the Concept’ können die Konzepte zudem für jede Veranstaltungsgröße adaptiert und gebucht werden,“ betont Natascha Müllerschön, Gesellschafterin und dezidierte Nachfolgerin von Jörg Rauschenberger.

Streetfood
Jan Dinter, Geschäftsführer von Celebrate Streetfood, startete als einer der ersten Streetfood-Anbieter im Jahr 2013 auf den Markt. Damals mit dem erfolgreichen Konzept „Burrito Bande“ und mit nur einem Truck, hat sich das Unternehmen zwischenzeitlich stark entwickelt. Heute ist die Burrito Bande nur eines von insgesamt fünf Streetfood Konzepten des Unternehmens, zu denen auch Daily Dogs, Trinity BBQ, Cucina Nostra und Burger unplugged gehören. Sie alle werden seit 2016 unter der Marke „Celebrate Streetfood“ geführt. Die Entwicklung des eigenen Unternehmens sieht Jan Dinter dabei als wichtigen Schritt, um auch im Eventmarkt mithalten zu können. „Wir können unter Celebrate Streetfood dem Kunden mehrere Konzepte aus einer Hand bieten, sodass auch größere Veranstaltungen mit 2.500 Personen mit einer vielseitigen Speisenauswahl bedient werden können. Mittel- und langfristig betrachte ich es als wichtig, verschiedene Konzepte zu haben, denn kein Gastgeber möchte heute seine Gäste nur noch mit Burgern abspeisen. Auch ein Angebot an Vor- und Nachspeisen ist wieder wichtig geworden und sollte in das Programm integriert werden“, ist die Erfahrung von Dinter.
Und dabei sieht Dinter eine klare Weiterentwicklung der Branche. „Der Foodtruck Trend wird mittelfristig und langfristig deutlich zurückgehen. Dafür aber ist der Trend zum Streetfood weiter auf dem steigenden Ast und wird immer häufiger auch von den etablierten Caterern übernommen.“ Und dabei ist sich Dinter sicher, dass das Streetfood einen großen Beitrag dazu geleistet hat, dass der Geschmack der Lebensmittel wieder in den Mittelpunkt gerückt wird. „Streetfood hat dazu beigetragen, den ganzen Firlefanz in den Hintergrund zu rücken. Hier geht es um ein ehrliches und gutes Produkt und damit um den geilen Geschmack.“

Quelle bzw. Informationen von:

D-51545 Waldbröl
Catering Guides by memo-media
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