Sicherheitskonzept für Veranstaltungen 1

Thorsten Vorkefeld: Experte für das Sicherheitskonzept für Veranstaltungen

In der Veranstaltungsplanung ist er einer der wichtigsten Männer. Aber nicht, weil er am Ende für die große Show auf der Bühne sorgt – seine Themen spielen sich meistens hinter den Kulissen ab und gehören für die Besucher zu einem gut geplanten Event wie selbstverständlich dazu. Thorsten Vorkefeld ist zertifizierter Sachverständiger und erarbeitet das Sicherheitskonzept für Veranstaltungen. Notausgänge, Unwetter, kritisches Besucherverhalten – was sind eigentlich sicherheitsrelevante Ereignisse, von denen so oft die Rede ist? Und wie kann man diese bereits im Vorfeld abschätzen? Das wollten wir für unseren neuen Blogartikel unbedingt erfahren. Bei pechschwarzem Kaffee, selbst gebackenen Keksen und mit quirliger Fellnase (in Form einer Hütehund-Mix-Hündin) hat uns der Experte in seinem Büro in der Nähe von Osnabrück ausführlich erklärt, was man zum Thema Sicherheitskonzept für Veranstaltungen wissen muss.

Jeden Personenschaden ausschließen und Sachschäden vermeiden

Thorsten Vorkfeld

Thorsten Vorkefeld

Sein Ziel ist klar: „Eine Veranstaltung muss in jeder Hinsicht sicher sein. Das heißt, jeglicher Personenschaden muss ausgeschlossen werden.“ Das gelingt, indem Thorsten Vorkefeld ein Event zunächst einer ganzheitlichen Gefährdungsanalyse unterzieht: Welche Art von Veranstaltung ist geplant? Wie viele und welche Besucher werden erwartet? Gibt es ausreichend Fluchtwege? Wo könnten Engstellen entstehen? Wie gut ist die Löschwasserversorgung? Passen die barrierefreien Angebote zu der erwarteten Gästestruktur? Solche Fragen muss der Sachverständige beantworten, bevor er ein Sicherheitskonzept für Veranstaltungen erstellt. Dabei kommt ihm neben seiner Qualifikation vor allen Dingen sein riesiger Erfahrungsschatz zugute. Seit mehr als 30 Jahren ist Thorsten Vorkefeld in der Veranstaltungsbranche tätig – in seinem weiteren beruflichen Tätigkeitsfeld, der Firma Vorlights, bietet er seit Jahrzehnten neben Eventtechnik auch Sicherheitsmodule wie netzunabhängige Großflächenbeleuchtung oder akkugestützte Beschallungstürme für Sicherheitsdurchsagen an. Gesetzliche Vorgaben, die Versammlungsstätten-Verordnung und das Sprengstoffgesetz kennt er aus dem Effeff. So war es ein logischer Schritt für ihn, vor einigen Jahren die Zusatzqualifikation als zertifizierter Sachverständiger für Events zu erlangen sowie jetzt an der TH Köln die Weiterbildung zum Fachplaner für Besuchersicherheit zu absolvieren. Und: Spektakuläre Effekte sind bei Vorkefeld nicht nur Teil des Sicherheitskonzepts für Veranstaltungen. Als staatlich anerkannter Pyrotechniker kennt er auch die andere Seite – und profitiert für seine Gefahrenanalysen einerseits von der breit gefächerten Erfahrung, andererseits von der oftmals so wichtigen Intuition.

Sicherheitskonzept für Veranstaltungen oft vorgeschrieben

So sieht eine Multikopteraufnahme zur Beurteilung von Stand- und Bewegungsflächen auf einem Volksfest aus.

So sieht eine Multikopteraufnahme zur Beurteilung von Stand- und Bewegungsflächen auf einem Volksfest aus.

Aber wer braucht eigentlich ein Sicherheitskonzept für Veranstaltungen? „Das kommt auf die Art des Events an“, erklärt Thorsten Vorkefeld. „Zwingend vorgeschrieben ist es bei mehr als 5.000 Besucherplätzen, unabhängig von der tatsächlichen Besucherzahl.“ Aber auch kleinere Versammlungsstätten im Außenbereich mit 1.000 Gästen erfordern ein qualifiziertes Räumungskonzept. „Es gibt auch andere Fälle. Wenn Sie zum Beispiel ein Konzert auf einer historischen Burg mit Zugbrücke planen, brauchen Sie in der Regel ein Sicherheitskonzept für diese Veranstaltung. Selbst wenn nur 400 „seriöse“ Gäste erwartet werden – und keine Randale.“ Stromausfall, Blitzschlag, Personenströme oder Durchgangsbreiten sind Themen, die auch bei kleineren Events von hoher Relevanz sind. „Wenn die Location keine bestehende Versammlungsstätte ist – das gilt zum Beispiel auch für ein kleines Festival auf dem freien Feld – ist ein Sicherheitskonzept nicht nur ein Anliegen des Veranstalters, sondern wird auch oftmals behördlich gefordert.“ Apropos. Wie sieht so ein Konzept eigentlich aus, wenn es fertig ist? Thorsten Vorkefeld zeigt es mir: Statt Papierschlacht in Beamtendeutsch drückt mir der Sachverständige ein übersichtliches und gegliedertes Dokument in die Hand. Selbst ich als Laie verstehe schnell, wovon hier die Rede ist. Wer hat was zu tun, wenn welches Ereignis eintritt? Dazu gibt es einen Anhang mit Übersichtsplänen, Handlungsanleitungen für die unterschiedlichen Beteiligten, Hydrantenpläne etc. Dinge, die einem als Besucher nicht auffallen – zumindest nicht im Normalfall.

Nach dem zweiten Kaffee hat uns Thorsten Vorkefeld übrigens erst einmal ein großes Glas Wasser hingestellt. Der Mann denkt eben an alles.

 

Den Kontakt gibt es hier. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.sachverstaendiger.events.