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Fünf Jahre Kongress-Initiative Nürnberg:„Wir haben noch viel vor!“ (2008-02-19)

Tagungs- und Kongressmarkt in Nürnberg boomt

Stärkere Internationalisierung angestrebt

Zusätzliche Kongresskapazitäten für 400 bis 1.000 Personen in Nürnberg notwendig


„Die Kongress-Initiative Nürnberg ist ein unverzichtbarer Katalysator für Bestandssicherung und Ausbau des Kongresswesens in Nürnberg", zieht Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Initiative Bilanz. In der Kongress-Initiative arbeiten alle, die in Nürnberg mit diesem Thema befasst sind, eng und vertrauensvoll zusammen. „Seit fünf Jahren gilt: Hier ziehen alle an einem Strang - und zwar in die gleiche Richtung", betont Fleck. Als Wachstumsbremse erweist sich allerdings wieder einmal die Kapazität. Was fehlt, so das nüchterne Fazit der Beteiligten, ist ein Angebot für Tagungen mit 400 bis 1.000 Personen.

Seit ihrer Gründung erwies sich die Kongress-Initiative Nürnberg als Erfolgsstory: „Allein beim CCN CongressCenter Nürnberg hat sich durch das konsequente Marketing in den vergangenen Jahren die Zahl der Anfragen verdreifacht", so CCN-Chef Friedhelm Lenz. Ist kein Termin frei oder die Veranstaltung zu klein für das auf Großkongresse mit begleitender Ausstellung ausgelegte CCN, wird die Anfrage an die Congress- und Tourismuszentrale (CZT) weitergeleitet. „Wir haben festgestellt, dass es in Nürnberg insbesondere im mittleren Segment an Kapazitäten fehlt", so Michael Weber, Geschäftsführer der CTZ. Die frisch renovierte Meistersingerhalle allein kann aufgrund der zahlreichen kulturellen Veranstaltungen die Nachfrage nicht abfangen. Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht. „Doch wo eine Nachfrage ist, wird über kurz oder lang ein entsprechendes Angebot geschaffen", ist Fleck überzeugt, der diesmal nicht das Messe- und Kongressgelände sondern den Flughafen im Blick hat. Hier arbeitet Flughafen-Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger intensiv daran, den Airport Nürnberg zum internationalen Meeting-Point der Metropolregion zu entwickeln: „Mit Fertigstellung der Autobahnanbindung bis 2012 wollen wir unser Ziel erreicht haben."

Schließlich boomt der Tagungs- und Kongressmarkt in Nürnberg seit Jahren. So konnte das CCN Congress Center Nürnberg seinen Umsatz seit 2004 von 5,4 Mio. Euro auf 10,5 Mio. Euro im Jahr 2007 nahezu verdoppeln. „Das ist Ausdruck des Vertrauens und der Zufriedenheit unserer Partner und Kunden mit der von uns erbrachten Dienstleistung, aber auch der geschaffenen Infrastruktur", so Lenz. Beides sind zentrale Wettbewerbsfaktoren in einem an sich gesättigten Markt. „Hinzu kommt: Kongresszentren wollen Veranstaltungen langfristig binden und übernehmen mehr und mehr personalintensive Durchführungsaufgaben", weiß Lenz. Derzeit sind drei von vier Veranstaltungen im Geschäftsfeld CCN jährlich neu zu akquirieren. „Dabei helfen uns die über Jahre gewachsenen Geschäftsbeziehungen ebenso wie das Netzwerk der Kongress-Initiative Nürnberg und nicht zuletzt die Kontakte, die wir ständig neu knüpfen." Zu den Neuakquisitionen für das Jahr 2008 zählen beispielsweise der Deutsche Anästhesiecongress (26.-29.04.2008), die 12. Bundestagung des Bundesverbandes zur Förderung von Menschen mit Autismus (05.-07.09.2008) und die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (26./27.09.2008).

„Die Nürnberger Hotellerie konnte durch den Erfolg der Kongress-Initiative die normalerweise auftretenden Belegungsschwankungen abmindern. Durch die immer marktgerechten Angebote bietet sie zudem eine der Hintergrundplattformen, die es der Messe ermöglicht, Kongresse und Veranstaltungen erfolgreich und attraktiv zu akquirieren. Wir freuen uns diese sehr gute und für alle Seiten erfolgreiche Zusammenarbeit zu festigen und auszubauen", betont Günther Preissler, Sprecher der Nürnberger Kongress- und Tagungshotels.

Insgesamt wird durch Tagungen und Kongresse in Nürnberg jährlich ein Gesamtumsatz von hochgerechnet rund 215 Mio. Euro generiert. Darin enthalten sind die direkten Umsätze in Hotels (35 Mio. Euro), Gastronomie (17 Mio. Euro), aber auch Ausgaben der Kongressteilenehmer für Freizeit, Kultur und Einzelhandel (14 Mio. Euro) sowie die volkswirtschaftlichen Effekte, die daraus resultieren. Basis für die Zahlen ist eine Studie im Rahmen einer Diplomarbeit 2004 an der WISO Erlangen Nürnberg.

„In den kommenden Jahren werden wir das Segment Kongresse und Tagungsveranstaltungen in Nürnberg durch eine intensive Verknüpfung von Innovationsförderung und Kongressakquise weiter konsequent stärken", erklärt Roland Fleck, der mit Veranstaltungen wie dem Kongress „Open Source meets Business" sowie der Ausstellung mit Kongress „Material Science Engineering" auf konkrete Veranstaltungen verweisen kann, die aus der Region heraus generiert wurden.

Weitere Optimierung der Kongresskapazitäten geplant

Um die Kongresskapazität in der Messe weiter zu optimieren wird bis Ende 2010 der Saal Brüssel für 1.000 Personen komplett neu errichtet. Der Saal stammt noch aus dem ersten Bauabschnitt des Messegeländes Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts und entspricht nicht mehr den Erfordernissen eines modernen Kongresses. Gleichzeitig werden die Eingangs- und Servicefunktionen des Eingangs Mitte komplett neu gestaltet. „Hier entsteht die neue architektonische Visitenkarte der NürnbergMesse und des CCN", so Pressesprecher Peter Ottmann. Gesamtinvestitionsvolumen der unterschiedlichen Baumaßnahmen: rund 40 Millionen Euro.

Deutsche, europäische und internationale Kongresse im Visier

In den kommenden Jahren wird der Kongressplatz Nürnberg verstärkt international positioniert. So beteiligte sich die Kongress-Initiative bereits Ende vergangenen Jahres mit einem viel beachteten Messestand an der internationalen Fachmesse EIBTM in Barcelona. „Deutschland ist der größte Kongressmarkt in Europa und der zweitgrößte weltweit nach den USA. Von diesem gewaltigen Kuchen wollen wir uns in Zukunft ein noch größeres Stück abschneiden", so Lenz. Er setzt dabei vor allem auf einen Trend, der sich immer stärker abzeichnet: Deutsche Kongresse bekommen zunehmend europäischen Charakter, weil sich auch auf europäischer Ebene Verbände und Institutionen verstärkt austauschen und Allianzen bilden. Gleichzeitig sei Nürnberg nun reif für internationale Kongresse. Der Third European Congress of Virology und die EUROMAT 2007 stehen beispielhaft für diese Entwicklung. Die Gesellschaft für Materialkunde (DGM) als Veranstalterin der EUROMAT zeigte sich dabei vom CCN und von Nürnberg als Kongressstadt so nachhaltig überzeugt, dass sie ihren neuen Kongress Materials Science and Engineering ab 2008 dauerhaft in Nürnberg veranstalten wird.

Über die Kongress-Initiative Nürnberg

Die Kongress-Initiative Nürnberg wurde 2003 von Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck gegründet. Die Federführung liegt beim CCN CongressCenter Nürnberg. In der Kongress-Initiative, die für zahlreiche deutsche Kongress-Städte inzwischen Vorbildcharakter besitzt, arbeiten alle, die in Nürnberg mit diesem Thema befasst sind, eng und vertrauensvoll zusammen: Wirtschaftsreferat Stadt Nürnberg, Congress- und Tourismuszentrale, CCN CongressCenter Nürnberg, Meistersingerhalle, ERFA-Gruppe der Nürnberger Kongresshotels, Airport Nürnberg, VAG (Verkehrs-Aktiengesellschaft) Nürnberg.

 

Quelle bzw. Informationen von:
CCN CongressCenter Nürnberg Nürnberg Messe GmbH

 

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