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»SURROGATE CITIES« von Heiner Goebbels (2008-03-13)

»SURROGATE CITIES« von Heiner Goebbels
„Surrogate Cities: Getanzte Imaginationen von städtischer Atmosphäre, urbanem Lebensgefühl und Architektur." Am 2. und 3. Februar 2008 fand im Auftrag von Zukunft@BPhil in der arena berlin die Komposition für Orchester, Mezzosopran, Sprechstimme und Sampler erstmalig als Tanzaufführung mit den Berliner Philharmonikern unter Leitung von Sir Simon Rattle statt. »Surrogate Cities ist der Versuch, sich von verschiedenen Seiten der Stadt zu nähern, von Städten zu erzählen, sich ihnen auszusetzen, sie zu beobachten«, so der Komponist Heiner Goebbels über sein 1994 uraufgeführtes Werk. Die Komposition fokussiert das Thema Urbanität und versucht, „sich dem Phänomenen der „Stadt" von verschiedenen Seiten zu nähern." Die französische Choreographin Mathilde Monnier entwickelte gemeinsam mit ihrem Team vom Centre choréographique national de Montpellier Languedoc-Roussillon zu diesem Werk eine große Tanz-Phantasie. Ihre Inspirationsquellen waren die verschiedenen Gruppierungen, die in einer Stadt leben und sich dort organisieren und ebenso die ganz unterschiedlichen Erlebnisse und Vorstellungen der teilnehmenden Künstler: Was ist überhaupt eine Stadt? Welche spezifischen Perspektiven und Lebensgefühle entstehen in einem städtischen Raum? Beteiligt waren unter anderem, 120 Kinder, Jugendliche, junge und alte Erwachsene, die seit November 2007 gemeinsam für dieses Projekt probten.

Der Berliner Beschallungsspezialist werner audio wurde von der Berliner Philharmoniker GmbH mit der Planung und Umsetzung der Beschallungstechnik in der arena berlin beauftragt.

Die arena berlin, 1928 erbaut, ist die frühere Halle der Berliner Verkehrsbetriebe für die Unterbringung und Wartung von Omnibussen und wird seit 1995 als Veranstaltungslocation genutzt.

Das Orchester wurde auf einer „center stage" platziert, das Publikum - rund 2.700 Personen - wurde auf 16 einzelnen Tribünen 360 Grad rund um die Bühne gesetzt. Zusätzlich zur Hauptbühne wurde zwischen Publikums- und Orchesterbereich eine 7 m breite Aktionsfläche für Tänzer und Darsteller errichtet, die ebenfalls vollständig um die Bühnenfläche gezogen wurde.

Die Veranstaltungslocation - in Bezug auf Akustik und klassische Musik - entspricht nicht gerade dem Konzertraum im „klassischen Sinn". Daher wurde im Vorfeld mittels der Simulationssoftware MAPP Online Pro das Meyer Sound Beschallungssystem auf den individuellen Raum eingestellt. Zur Verbesserung der Raumakustik wurden zusätzlich dämpfende Vorhänge abgehängt. Das PA System bestand schlussendlich aus 48 Meyer Sound M-1D Line-Array-Systemen, 10 Meyer Sound UPA-1P Frontfill-Lautsprechern und 8 Meyer Sound USW-P Subwoofer. Um Auslöschungen zu vermeiden, wurden die Subwoofer exakt nach MAPP-Simulation dezentral unter und neben den Tribünen platziert. Am FOH wurde ein Yamaha PM-1D Digitalpult eingesetzt sowie zwei Meyer Sound Galileo Systemprozessoren und ein TC M4000 Digitalhall sowie der Meyer Sound SIM3 Audio Analyzer.

Die Komposition erforderte zusätzlich zum Orchester noch einen Sampler und zwei Vokal-Solisten, die in ein homogenes Klangbild einzubetten waren. Die Solisten agierten an wechselnden Bühnenpositionen, somit war das Monitoring dementsprechend flexibel einzurichten. Dafür verwendete werner audio 10 Meyer Sound UPM-1P Kompaktlautsprecher und vier UM-1C Wedges.

Dem erfahrenen Team von werner audio gelang es, durch eine sorgfältige Planung, dem geschickten Einsatz hochwertiger Beschallungstechnik und in enger Abstimmung mit Norbert Ommer (Sounddesign) und Günter Spohr (Technische Leitung Berliner Philharmoniker) eine hervorragende Raumakustik zu schaffen.

Zusätzlich garantierte das Soundsystem Feinheiten wie unübertroffene Klangtreue, Verfärbungsfreiheit, Ortung der Instrumente, virtuelle „Unhörbarkeit" der Lautsprecher sowie eine verfügbare Dynamik aus den optisch sehr unauffälligen Arrays.

Sowohl Dirigent Simon Rattle als auch Klangregisseur Norbert Ommer äußerten sich nach der Veranstaltung sehr positiv die Zusammenarbeit mit werner audio und die hervorragende elektroakustische Umsetzung der Partitur.

 

Quelle bzw. Informationen von:
werner audio GmbH & Co.KG

 

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