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BRAU Beviale 2008 lädt zum rauschenden Branchenfest (2008-04-04)

Auf ein rauschendes Branchenfest freuen sich die gut 1.400 Aussteller und 34.000 Besucher, die vom 12. bis 14. November nach Nürnberg zur BRAU Beviale 2008 reisen. Auf der in diesem Jahr international bedeutendsten Fachmesse für die Getränkewirtschaft stehen natürlich Marktorientierung, Neuheiten, Einfluss auf Produktentwicklungen, eben die Vorbereitung von Investitions-entscheidungen in den Angebotssegmenten Getränke-Rohstoffe, Technologien, Logistik und Marketing im Mittelpunkt. Doch nutzt die „BRAU Beviale-Community" ihren herbstlichen Branchentreff gern auch als gesellschaftliches Ereignis, nimmt sich Zeit füreinander, für ein gutes Gespräch, um Kontakte lebendig zu halten, zu feiern, Erfahrungen auszutauschen und über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Sonderschauen wie in diesem Jahr zu den Schwerpunkten Energie und Informationstechnologie, die Verleihung des begehrten European Beer Star Awards oder der turbulente BRAU Beviale Abend sind bereits beliebte Kommunikationspunkte. 
 
Deutscher Verpackungspreis erstmals auf der BRAU Beviale 

Neu auf der BRAU Beviale, nicht aber im Messezentrum Nürnberg, ist der Deutsche Verpackungspreis. Insider bewundern die innovativen, originellen oder genialen Exponate des international ausgeschriebenen Deutschen Verpackungspreises seit Jahren auf der FachPack, Fachmesse für Verpackungslösungen. Die FachPack pausiert 2008 turnusgemäß, aber der Deutsche Verpackungspreis bleibt in Nürnberg! Das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) entschied, die erfolgreiche Partnerschaft mit der NürnbergMesse auch in den FachPack-freien Jahren fortzusetzen. Und dies aus gutem Grund: Optimierung von Getränkeverpackungen ist seit jeher wichtiges Thema der Entwicklungs- und Designspezialisten, die ihre Ideen zum Deutschen Verpackungspreis einreichen. Über 300 Bewerbungen zählte der Deutsche Verpackungspreis im Jahr 2007, darunter ein 10-Liter-Bier-Keg mit patentiertem Drucksystem, das lang anhaltende Frische garantiert, Smoothie-Glasflaschen in bestechend klarer, einfacher Form, überraschend weiche Getränkedosen, die sich eher wie Beutel anfühlten oder stapelbare PET-Flaschen. 21 durften sich letztlich über die begehrte Trophäe freuen. Die feierliche Verleihung des Deutschen Verpackungspreises 2008 findet am ersten Messetag der BRAU Beviale, also am Mittwoch, 12. November, um 16 Uhr, im CCN Ost, Raum St. Petersburg, statt. Die dvi-Sonderschauen „Deutscher Verpackungspreis 2008" und „PackVision" laden in Halle 4A zum Besuch.  
 
Getränkemärkte: Europa nimmt Einfluss auf internationale Standards 

Soll einer aus den Europäern schlau werden. Oder aus ihren Statistiken. Untersuchungen zufolge sank 2007 das Vertrauen der EU-Bürger in ihre Institutionen deutlich. Andererseits war die Unterstützung der Bürger für die EU-Mitgliedschaft innerhalb der vergangenen zehn Jahre noch nie so hoch. Immerhin 58 % der Europäer befürworten eine EU-Mitgliedschaft (Standard Eurobarometer 68, 18. Dezember 2007). Sicher kann man die Aussage-kraft von Umfragen anzweifeln, die eine höchst komplexe Lebens-wirklichkeit von 497 Mio. Menschen in 27 Staaten darzustellen versuchen. Inzwischen kommen etwa 70 % aller Gesetze der EU-Mitgliedsländer aus Brüssel. Ob Arbeits- oder Aktienrecht, Patentrecht, oder Publizitäts-pflichten, Lebensmittel- oder Umweltgesetze: Der Regelungseifer lässt kaum einen Bereich aus. Die Quantität der Gesetzesvorhaben übertrifft andere Regionen der Welt bei weitem. So mussten die neuen Beitrittsländer 80.000 Seiten Gesetzestexte national umsetzen.  
 
Oft sind es diese nationalen Auslegungen, die zu Komplikationen führen: Beispiel Lebensmittelindustrie und die Verwendung von Pflanzenextrakten. Ginseng- und Ginkgoextrakte stehen bei Verbrauchern wegen ihrer gesundheitsförderlichen Wirkung hoch im Kurs. Doch wie deklariert man nun Lebensmittel, die mit diesen Extrakten versetzt wurden? Handelt es sich dabei noch um Lebens- oder schon um Arzneimittel? Während die deutschen Behörden sie gerne den Arzneimitteln zurechnen würden, haben Briten kein Problem damit, die gleichen Produkte als Lebensmittel zu deklarieren. 
 
Komplizierter und unverständlicher ist die Lage bei Aromen, die sich häufig aus verschiedenen Bauteilen zusammensetzen. Davon können die Hersteller von Getränken ein Lied singen. Was sie besonders interessiert, ist die Klassifizierung eines bestimmten Aromas als „natürlich", „naturidentisch" oder „künstlich". Innerhalb der EU kann die Klassifizierung aufgrund nationaler Auslegungen differieren. Im schlimmsten Fall gilt ein Aroma in einem Land als „natürlich" und in einem anderen als „künstlich". Das kann dazu führen, dass Markenprodukte von Land zu Land unterschiedlich hergestellt werden müssen und logischerweise dann auch von Land zu Land unterschiedlich schmecken, wenn der Markenartikler den Hinweis „künstlich" auf dem Etikett vermeiden möchte. 
 
Auch im Angebotssegment Rohstoffe sind die Weltmarktführer auf der BRAU Beviale 2008 präsent. Das gilt für die Malz- und Bier-herstellung wie für die Produktion alkoholfreier Getränke. Horst Bussien, Managing Director Rudolf Wild GmbH & Co. KG:  „Die BRAU Beviale hat seit über 30 Jahren, damals noch in der Meistersingerhalle (!), einen festen Platz in unserem Messekalender. Der Nürnberger Branchentreff ist für uns wichtig und unverzichtbar, weil wir unsere Innovationen genau zum richtigen Zeitpunkt der gesamten Getränkebranche, Brauern, Brunnenbetrieben, Herstellern von Softdrinks, Süßmost, ja sogar den Molkerei-Kunden, präsentieren können."  
 
Um einen Eindruck über die verwirrende Lage zu vermitteln: Gesetzt den Fall, in Deutschland gilt eine der aromatisierenden Zutaten als Zusatzstoff, dann könnte man das Aroma immer noch als „natürlich" bezeichnen, wenn alle weiteren Bestandteile „natürlich" wären. Wenn dagegen in Großbritannien der Zusatzstoff nicht als „Zusatzstoff" klassifiziert wird, sondern als „aromatisierender Bestandteil", dann müsste dort auf der Deklaration „künstlich" stehen. Zieht man noch Italien hinzu, das für diesen Stoff eventuell eine Höchstmengenbegrenzung hat, die in anderen Mitgliedsstaaten nicht existiert, wäre bei einer Überschreitung des Limits das Aroma in Italien in dieser Form verboten. Seit 1989 kämpfen die Hersteller von Getränken mit derart paradoxen Zuständen. Verständlich, dass sie alle auf die laufenden Harmonisierungsverhandlungen setzen. Denn erst ein wirklich EU-weites Gesetz kann klarere Verhältnisse schaffen.  
 
Stolz auf das in Europa Erreichte 

Bei allen Schwierigkeiten, mit denen auch die Getränkewirtschaft in der EU kämpft, ist es wichtig, wenn Politiker wie der slowenische Ministerpräsident Janez Janša mit Nachdruck auf das Erreichte hinweisen. Für Slowenien ist die Ratspräsidentschaft in der ersten Hälfte 2008 ein historischer Moment. Slowenien ist der erste der neuen Mitgliedstaaten, der erste Mitgliedstaat der früheren Staaten hinter dem Eisernen Vorhang und der erste slawische Staat, der den Europäischen Rat leitet. Der wirtschaftliche Fortschritt der EU-Mitgliedsstaaten und die Etablierung des Binnenmarktes seien ermutigend, so Janša. Durch die Erweiterung hat das Wachstum in Europa an Dynamik gewonnen. Europa legte 2006 mit 3,5 Mio. neuen Arbeitsplätzen eine beeindruckende Wachstums- und Beschäftigungsbilanz vor. Zum ersten Mal seit zehn Jahren stieg mit der Zahl der Arbeitsplätze auch die Produktivität. Der Handel innerhalb der EU wuchs seit 1992 um 30 %. Die Beseitigung bürokratischer Vorgänge an den Grenzen reduzierte Lieferzeiten und Kosten. Vor dem Abbau der Grenzen machte allein das Besteuerungssystem pro Jahr 60 Mio. Zollabfertigungspapiere erforderlich! Der Binnenmarkt macht Europa außerdem zum attraktiven Standort für Investoren, was die deutlich gestiegenen Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen in die EU beweisen. Dies erhöht Europas Einfluss auf die Festlegung internationaler Regeln und Normen. Und auch außerhalb der EU-Grenzen tat sich einiges: Bezogen auf Märkte außerhalb der EU waren die 25 EU-Mitgliedsstaaten 2004 mit gut 19 % Weltmarktanteil größter Exporteur, gefolgt von den USA (14 %), China und Japan (9 %) sowie Kanada (5 %), so die europäische Statistikbehörde Eurostat.

Der europäische Markt ist deutlich attraktiver geworden - auch für Unternehmen der Getränkeindustrie und ihre Zulieferer. Die BRAU Beviale spiegelt das u. a. in zunehmender Internationalität auf Aussteller- und Besucherseite wider. Prozentual wie absolut stieg 2007 der Anteil internationaler Gäste. 28 % der gut 34.000 Fachbesucher reisten vor allem aus Österreich, der Schweiz, Belgien, Russland, den Niederlanden, der Tschechischen Republik, Frankreich, Großbritannien, Italien sowie weiteren Wachstumsmärkten Mittelost- und Osteuropas an, um sich bei mehr als 1.400 Ausstellern, fast 40 % international, über Getränke-Rohstoffe, Technologien, Logistik und Marketing zu informieren. 

 

Quelle bzw. Informationen von:
CCN CongressCenter Nürnberg Nürnberg Messe GmbH

 

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